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Toward a Composition Made Whole
Für viele Akademiker ist der Aufsatz immer noch ein maschinengeschriebener Text auf 8. 5" x 11" Seiten, die auswendig gelernten argumentativen Richtlinien folgen. In Toward a Composition Made Whole (Auf dem Weg zu einer ganzheitlichen Komposition) betrachtet Jody Shipka Komposition als einen Akt der Kommunikation, der durch eine beliebige Anzahl von Medien ausgedrückt werden kann, und als einen Weg zur Bedeutungserstellung. Ihre Studie bietet eine eingehende Untersuchung der Multimodalität anhand der Prozesse, Werte, Strukturen und semiotischen Praktiken, die Menschen tagtäglich anwenden, um ihre Gedanken zu verfassen und zu kommunizieren.
Shipka wendet sich gegen gängige Assoziationen, die Multimodalität nur mit computer-, digitalisierten oder bildschirmvermittelten Texten gleichsetzen, die oft selbstbegrenzend sind. Sie dehnt die Grenzen der Komposition aus, um eine Hybridisierung von akustischen, visuellen und schriftlichen Formen einzubeziehen. Shipka analysiert die Arbeit aktueller Wissenschaftler auf dem Gebiet der Multimodalität und kombiniert diese mit aktuellen Schreibtheorien, um ihren eigenen Lehrrahmen zu schaffen. Zu ihren Methoden gehören prozessorientierte Reflexion und eine Erklärung der Ziele und Entscheidungen, um die Schüler darauf vorzubereiten, mit verschiedenen Medien auf eine Weise zu schreiben, die ihr rhetorisches und materielles Bewusstsein anregt. Sie werden ermutigt, ungewöhnliche Textformen zu produzieren und gleichzeitig zu lernen, den Kompositionsprozess als Ganzes zu verstehen. Shipka stellt mehrere Fallstudien von Schülerinnen und Schülern vor, die mit multimodaler Komposition arbeiten, und erläutert die Strategien, Werkzeuge und Räume, die sie einsetzen. Anschließend bietet sie Methoden zur kritischen Beurteilung multimodaler Schreibprojekte an.
Toward a Composition Made Whole fordert Theoretiker und Kompositionswissenschaftler auf, die Kommunikationspraktiken weiter zu untersuchen und den Bereich des Schreibens auf alle Kompositionsmethoden auszuweiten. Während Shipka das Schreiben als entscheidend für den Diskurs betrachtet, fordert sie uns auf, stets die verschiedenen Zwecke zu berücksichtigen, denen das Schreiben dient.