
Toward a Sacramental Poetics
Herausragende Theologen und Literaturwissenschaftler untersuchen das Wirken des Heiligen und Sakramentalen in Sprache und Literatur.
Was bietet eine sakramentale Poetik, das die säkulare Kulturtheorie trotz all ihrer Fortschritte übersehen haben mag? Wie unterscheidet sich ein sakrales Verständnis der Welt von einem rein säkularen? Dieser Band entwickelt die Theorie der "sakramentalen Poetik" weiter, die Regina Schwartz 2008 in ihrem Buch über englische Reformationsschriftsteller entwickelt hat, und führt die Theorie in neue Richtungen, während sie gleichzeitig zeigt, wie beständig und weit verbreitet diese Poetik ist.
Auf dem Weg zu einer sakramentalen Poetik geht es um zwei dringende Fragen, die wir von einem halben Jahrhundert säkularen kritischen Denkens geerbt haben. Erstens: Wie können wir die Beziehung zwischen Wort und Ding, Zeichen und Bezeichnetem anders verstehen als als eine naive direkte Darstellung oder als ein völlig willkürliches Sprachspiel? Und zweitens: Wie kann das Subjekt die Welt erfahren, ohne sie zu instrumentalisieren? Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass eine sakramentale Poetik eine Antwort auf beide Fragen gibt und ein Verständnis des Zeichens bietet, das über sich selbst hinausweist und zum Staunen anregt. Die Autoren untersuchen eine Vielzahl von Themen in Bezug auf die sakramentale Poetik, darunter politische Theologie, Wunder, Modernität, Übersetzung und Transformation sowie die Metaphysik der Liebe. Sie schöpfen aus unterschiedlichen Quellen, von Dante bis Hopkins, von Richard Hooker bis Stokers Dracula, von der King James Bible bis Wallace Stevens. Toward a Sacramental Poetics ist ein wichtiger Beitrag zu Studien über Religion und Literatur, das Heilige und das Weltliche, Literaturtheorie und Theologien der Ästhetik.
Mitwirkende: Regina M. Schwartz, Patrick J. McGrath, Rowan Williams, Subha Mukherji, Stephen Little, Kevin Hart, John Milbank, Hent de Vries, Jean-Luc Marion, Ingolf U. Dalferth, Lori Branch und Paul Mariani.