Bewertung:

Das Buch bietet aufschlussreiche Anleitungen, wie Ärzte ihre Rolle als Heiler stärken können, wobei der Schwerpunkt auf der Einbeziehung von Patienten und den emotionalen Aspekten der medizinischen Praxis liegt. Es kombiniert praktische Ratschläge mit Überlegungen aus der umfangreichen Erfahrung des Autors in der Medizin.
Vorteile:Das gut geschriebene Buch enthält praktische Tipps und nützliche Einsichten, die auf klinischen Erfahrungen beruhen. Es betont das Engagement für die Patienten, ermutigt die Ärzte zur Selbstreflexion, bietet Strategien zur Vorbeugung von Burnout und ist sowohl für Ärzte in der Ausbildung als auch für Mediziner geeignet.
Nachteile:Einige Ratschläge könnten sich wiederholen, bestimmte Abschnitte könnten als zu vereinfachend oder abweisend empfunden werden, und einige könnten den Ratschlag, eine eigene Praxis zu eröffnen oder den Lebensstil grundlegend zu ändern, für unrealistisch halten.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
On Becoming a Healer: The Journey from Patient Care to Caring about Your Patients
Ein unschätzbarer Leitfaden, um ein kompetenter und mitfühlender Arzt zu werden.
Medizinstudenten und Ärzte in der Ausbildung begeben sich auf eine lange Reise, die zwar von wissenschaftlichem Lernen und dem Aufbau technischer Fähigkeiten durchdrungen ist, aber nur wenig Anleitung zu den emotionalen und zwischenmenschlichen Dimensionen des Heilerseins enthält. Das Buch „On Becoming a Healer“ richtet sich an alle im Gesundheitswesen Tätigen, die hoffen, in der Interaktion mit ihren Patienten emotional und kognitiv zu wachsen, und erklärt, wie man eine für beide Seiten nährende Arzt-Patienten-Beziehung aufbauen kann.
Dr. Saul J. Weiner, ein Arzt und Pädagoge, argumentiert, dass Freude an der Medizin mehr erfordert als idealistische Bestrebungen - sie erfordert die Fähigkeit, über die Andersartigkeit hinwegzusehen, die den Gesunden vom Kranken, den Fachmann im weißen Kittel vom ungepflegten Patienten im Krankenhauskittel trennt. Weiner nimmt den Indoktrinationsprozess an der medizinischen Fakultät unter die Lupe und erklärt, wie er die Denkweise des Arztes in die eines Erfüllungsgehilfen und nicht in die eines nachdenklichen Fachmanns formt. Mit einem persönlichen Ansatz beschreibt Weiner seinen eigenen Weg zum Internisten und Kinderarzt und gibt gleichzeitig konkrete Ratschläge, wie man eine Bestandsaufnahme seiner aktuellen Entwicklung als Arzt vornimmt, wie man offen und umfassend auf Patienten zugeht und wie man klare Grenzen setzt, die helfen, emotional aufgeladene Situationen zu entschärfen.
Der Leser lernt, wie er sich gegen Beurteilungen wehren kann, wie er medizinische Entscheidungen treffen kann, die den ganzen Patienten berücksichtigen, und wie er das Organisationsprinzip des Heilens in seine Praxis einbeziehen kann. Jedes Kapitel endet mit Fragen zur Reflexion und Diskussion, um die Lektionen für die einzelnen Lernenden zu personalisieren.