Bewertung:

Das Buch „Getting to Zero“ bietet eine aufschlussreiche und überzeugende Analyse des Ebola-Ausbruchs in Westafrika, verfasst von Autoren mit Erfahrungen im Krisenmanagement aus erster Hand. Es behandelt sowohl die Erfolge als auch die Misserfolge der internationalen Reaktion und bietet wertvolle Lehren für die künftige Pandemievorsorge. Die Erzählung verbindet persönliche Berichte mit wissenschaftlichen Analysen, was sie für die Leser zugänglich und fesselnd macht.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und gründlich
⬤ verständlich geschrieben
⬤ bietet wesentliche Einblicke in das Krisenmanagement und die internationalen Reaktionen auf Epidemien
⬤ verbindet persönliche Geschichten mit umfassenderen Analysen
⬤ anregend und reflektierend
⬤ spricht den Leser emotional und intellektuell an.
⬤ Könnte an manchen Stellen für den Leser frustrierend sein, weil die globalen Reaktionen so langsam sind
⬤ manche finden die Detailtiefe überwältigend
⬤ Leser ohne Vorkenntnisse des Themas brauchen vielleicht ein gewisses Hintergrundwissen, um die Nuancen vollständig zu verstehen.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
Getting to Zero: A Doctor and a Diplomat on the Ebola Frontline
Im Jahr 2014 übernahm ein 28-jähriger britischer Arzt die Leitung der Ebola-Isolierstation im Hauptkrankenhaus von Sierra Leone, nachdem der zuständige Arzt an dem Virus gestorben war. Völlig überfordert und in erdrückende Schutzanzüge gehüllt, kümmerten er und sein Team sich abwechselnd um die Patienten und entfernten Leichen aus der Station. Trotz aller Widrigkeiten kämpfte er darum, das Krankenhaus offen zu halten, denn die Schlange der kranken und sterbenden Patienten wuchs von Tag zu Tag.
Nur ein paar Kilometer weiter arbeiteten der irische Botschafter und der Leiter der irischen Entwicklungshilfe unermüdlich daran, die internationale Hilfe rasch aufzustocken. Zu einer Zeit, als ganze Bezirke unter Quarantäne gestellt wurden, reiste sie durch das Land und traf sich mit UN-Organisationen, dem Präsidenten und hochrangigen Ministern, um die Welt besser über die sich vor ihren Augen abspielende Katastrophe informieren zu können.
In diesem detaillierten Bericht decken Walsh und Johnson die oft schockierenden Mängel der humanitären Reaktion auf den Ausbruch der Krankheit auf, sowohl auf lokaler als auch auf internationaler Ebene, und machen uns auf den immensen Mut derjenigen aufmerksam, die jeden Tag ihr Leben aufs Spiel setzen, um die Krankheit einzudämmen. Dies ist der endgültige Bericht über den Kampf gegen eine Epidemie, die die Welt erschütterte.