Bewertung:

Das Buch bietet eine detaillierte Erkundung von Sir John Franklins Expeditionen auf der Suche nach der Nordwestpassage, wobei sowohl historische Berichte als auch neuere Entdeckungen verwendet werden. Es bietet eine faszinierende Erzählung über kulturelle Interaktionen, Überleben und die anhaltende Suche nach der Wahrheit über Franklins Schicksal. Obwohl es McGoogans neueste Erkenntnisse und Argumente enthält, könnte seine komplexe Struktur die Lesbarkeit für manche erschweren.
Vorteile:Das Buch bietet die aktuellsten Forschungsergebnisse über die Franklin-Expedition, mit fesselnden Beschreibungen und einer fesselnden Erzählung, die die mündliche Überlieferung der Eingeborenen hervorhebt. McGoogans persönliche Reise und Erkenntnisse aus 25 Jahren verleihen dem historischen Bericht zusätzliche Tiefe. Die Erforschung kultureller Vorurteile in historischen Erzählungen ist ebenfalls eine Stärke des Buches.
Nachteile:Die unzusammenhängende Chronologie des Buches kann es schwierig machen, ihm zu folgen, besonders für Leser, die mit dem Thema nicht vertraut sind. Einige Rezensenten sind der Meinung, dass das Buch keine neuen Erkenntnisse liefert, wenn man sich bereits mit der Geschichte Franklins auskennt, und kritisieren das Fehlen von Karten, die das Verständnis verbessern könnten. Außerdem wird der selbstreferentielle Stil des Autors als ermüdend empfunden.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Searching for Franklin: New Answers to the Great Arctic Mystery
Der Arktis-Historiker Ken McGoogan nähert sich dem Vermächtnis des Entdeckers Sir John Franklin aus einer zeitgenössischen Perspektive und bietet eine überraschende neue Erklärung für ein dauerhaftes Geheimnis des Nordens.
Zwei der Expeditionen des Arktisforschers Sir John Franklin waren monumentale Misserfolge - die letzte führte zu mehr als hundert Todesfällen, einschließlich seines eigenen. Dennoch sehen viele den Mann der Royal Navy immer noch als heroische Figur, die sich für die Entdeckung der Nordwestpassage aufopferte.
Dieses Buch, McGoogans sechstes über die Erforschung der Arktis, stellt diese Sichtweise in Frage. Es verwirft alte Lehrmeinungen, bezieht die neuesten Entdeckungen mit ein und verwebt zwei Haupterzählungen miteinander. Die erste handelt von der arktischen Überlandexpedition der Royal Navy im Jahr 1819, einem vorhersehbaren Missgeschick, bei dem Franklin den Rat der Dene- und Mtis-Führer ablehnte und elf seiner 21 Männer durch Erschöpfung, Hunger und Mord verlor. Das zweite Buch gibt eine verblüffende neue Antwort auf das größte aller arktischen Rätsel: Was war die Ursache für die Katastrophe, die Franklins letzte Expedition verschlang?
Die gut erhaltenen Wracks von Erebus und Terror, die 2014 und 2016 gefunden wurden, versprechen weitere Hinweise auf die Todesursache der Expeditionsmitglieder, von denen einige dem Kannibalismus verfallen waren. Zeitgenössische Forscher, die Theorien über Bleivergiftungen und Botulismus ablehnen, suchen weiterhin nach schlüssigen Beweisen sowohl unter Wasser als auch an Land.
Auf der Grundlage seiner eigenen Forschungen und mündlicher Überlieferungen der Inuit arbeitet McGoogan viele faszinierende Aspekte von Franklins Expeditionen heraus, darunter die tödliche Hybris des Entdeckers, der den fachkundigen Rat des Dene-Führers Akaitcho ignorierte. Franklin verschwand 1845 in der Arktis, doch die Menschen sind nach wie vor von seiner letzten, zum Scheitern verurteilten Reise fasziniert: Was ist passiert? McGoogan fesselt die Leser mit seinem Bericht aus erster Hand, in dem er die relevanten Orte bereist, die Gräber der toten Seeleute besucht und die Arktis erlebt - eine der dramatischsten und herausforderndsten Landschaften der Erde.