Bewertung:

In den Rezensionen zu Faye Dunaways Autobiografie findet sich eine Mischung aus Bewunderung für ihre Karriere und Einblicken in ihr Privatleben, aber auch eine gewisse Enttäuschung über den Mangel an pikanten Details und Tiefe in bestimmten Bereichen. Insgesamt scheint das Buch bei ihren Fans auf große Resonanz zu stoßen.
Vorteile:⬤ Spannende und gut geschriebene Memoiren, die neue Perspektiven auf Faye Dunaways Leben und Karriere eröffnen.
⬤ Bietet Einblicke in ihren künstlerischen Prozess und ihre Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten in Hollywood.
⬤ Die Leser schätzen die Ausgewogenheit zwischen persönlichen Anekdoten und Diskussionen über ihre Filmarbeit.
⬤ Bekannt für seine Eleganz und Tiefe, was es für Fans von Faye Dunaway angenehm macht.
⬤ Es fehlen pikante Insider-Informationen und schmutzige Details, die manche Leser von einer Promi-Biografie erwarten.
⬤ Einige Rezensenten finden das Buch oberflächlich und übermäßig sentimental und meinen, dass es nicht viel zum Verständnis ihrer ikonischen Filme beiträgt.
⬤ Einige Leser hatten das Gefühl, dass sie arrogant oder von ihrem Aussehen besessen war, was das Gesamterlebnis beeinträchtigte.
(basierend auf 19 Leserbewertungen)
Looking for Gatsby
""Echte Filmstars bringen eine überwältigende Präsenz auf die Leinwand. Faye ist die letzte dieser Art."" Diese Einschätzung eines ihrer engsten Freunde ist vielleicht der Schlüssel zum Verständnis der besonderen Qualität, die Faye Dunaway zu einem so großen und dauerhaften Star gemacht hat - denn in einer Ära der Intimität und Zugänglichkeit ist sie unnahbar geblieben, eine geheimnisvolle Figur, größer als das Leben. Mit "Looking for Gatsby" - ein Titel, der die eindringliche Suche nach Romantik, die schon immer ein Teil ihres Lebens war, perfekt wiedergibt - hat Faye Dunaway ein wirklich bemerkenswertes Buch geschrieben. Während sie unerbittlich nach der Wahrheit über sich selbst sucht, stellt sie sich furchtlos ihren Dämonen und versucht, die Wahrheit über ihr Leben, ihre Liebe und ihre Arbeit ans Licht zu bringen, indem sie nach den Ereignissen sucht, die sie geformt haben, die ihr den Antrieb - und das brennende Bedürfnis - gaben, einer Kindheit voller Armut und Aufruhr zu entkommen und als Schauspielerin so erfolgreich zu sein.
Faye Dunaway schreibt mit großem Stolz und ohne jegliches Selbstmitleid über ihre ersten Jahre, sei es über die starken Frauen, die ihren Charakter geprägt haben (ihre Mutter und ihre Großmutter mütterlicherseits), oder über ihren Vater, der nie wirklich ein Vater für sie war (eine Manifestation des "Gatsby", nach dem sie immer gesucht hat). Die Schauspielerei war nicht nur ein Ausweg - sie war eine Leidenschaft, das Einzige, von dem sie wusste, dass sie es tun musste. Sie schildert auf brillante Weise die harten Zeiten, die sie auf dem Weg zu dieser Karriere durchlebte: Sie besuchte das College mit einem Flickenteppich von Stipendien, arbeitete in verschiedenen Jobs, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, studierte ihren Beruf mit einer akribischen Gründlichkeit und einem Auge für Details, die sie legendär machen sollten, und entwickelte jenes innere Gespür für die Person und die Geschichte, das es ihr später ermöglichte, überlebensgroße Figuren so überzeugend darzustellen.
Faye Dunaway setzt sich mit ihrem Ruf auseinander, "schwierig" zu sein (einschließlich der Auseinandersetzungen mit Regisseuren wie Otto Preminger und Roman Polanski), und lässt uns nicht nur verstehen, dass sie ihren Beruf ernst nimmt, sondern auch, dass Perfektionismus in Hollywood bei Männern gewöhnlich als lobenswert gilt und bei Frauen - selbst bei Stars - zu Unrecht verurteilt wird.
Ihre Schauspielkarriere begann sie am New Yorker Theater. Der Erfolg stellte sich fast sofort ein, in "Hogan's Goat", und der Ruhm folgte bald darauf, als sie in ihrem erst dritten Film an der Seite von Warren Beatty in "Bonnie and Clyde" zu sehen war. Ihr Talent und ihre rätselhafte Schönheit machten sie fast über Nacht zu einem großen internationalen Star und bescherten ihr endlich das Leben, von dem sie als Kind nur geträumt hatte. Aber wie Faye so offen zugibt, hat die Realität eine Art, Träume zu verhöhnen, und während Erfolg und Ruhm leicht zu erlangen waren, erwies sich das Glück als viel schwerer zu erreichen. Sie schreibt offen über die Männer in ihrem Leben - Co-Stars, Liebhaber, Ehemänner - und über die Probleme konkurrierender Bedürfnisse und ständiger beruflicher Anforderungen, die Beziehungen in der Welt des Filmstars häufig zerstören. Natürlich gab es auch Affären, von denen einige bereits öffentlich bekannt waren, andere werden hier zum ersten Mal erwähnt, darunter der legendäre Komiker und Satiriker Lenny Bruce (über den sie bewegend schreibt) und der italienische Superstar Marcello Mastroianni (mit dem sie eine lange, stürmische Affäre hatte). Sie schreibt intim über zwei ihrer Ehen, die erste mit der Rock-Ikone Peter Wolf, dem Leadsänger der J. Geils Band, und später mit dem berühmten Fotografen Terry O'Neill, mit dem sie ihren größten Triumph erlebte, den gemeinsamen Sohn Liam.
Ihre Karriere verlief kaum weniger stürmisch, wenn auch brillant. Sie spielte in so großen Erfolgen wie "Bonnie and Clyde", "Chinatown", "The Thomas Crown Affair", "Mommie Dearest" und "Network" (für den sie einen Oscar als beste Schauspielerin gewann) und erlebte große Enttäuschungen, wie den Misserfolg ihrer Fernsehserie 1993.
Mit einer Offenheit, die für einen so privaten Star bemerkenswert ist, nimmt sie den Leser mit hinter die Kulissen ihres eigenen Arbeitslebens als Schauspielerin, einschließlich ihrer Beziehungen zu - und ihrer beruflichen Ansichten über - Schauspieler wie Jack Nicholson, Marlon Brando, Robert Redford, Steve McQueen und Warren Beatty sowie ihrer Fehde mit Bette Davis.
Faye Dunaways "Looking for Gatsby" ist ein außergewöhnliches Buch, so intelligent, klarsichtig und voller Leidenschaft wie die Frau, die es geschrieben hat.