
Seeking Legitimacy: Why Arab Autocracies Adopt Women's Rights
Aili Mari Tripp erklärt, warum autokratische Führer in Marokko, Tunesien und Algerien umfassendere gesetzliche Reformen der Frauenrechte durchführten als ihre Pendants im Nahen Osten.
Die Studie stellt bestehende Erklärungen in Frage, die sich in erster Linie auf die Religiosität stützen, um die Einführung von Frauenrechten in mehrheitlich muslimischen Ländern zu erklären. Auf der Grundlage umfangreicher Feldforschung in Marokko, Algerien und Tunesien und einer Originaldatenbank zu geschlechtsspezifischen Reformen im Nahen Osten und in Nordafrika analysiert diese leicht zugängliche Studie, wie Frauenrechte sowohl instrumental als auch symbolisch eingesetzt werden, um die politischen Ziele autoritärer Regime voranzubringen, und zwar als Druckmittel bei dem Versuch, religiöse Extremisten auf ihre Seite zu ziehen.
Sie zeigt, wie islamistische politische Parteien gezwungen waren, ihre Positionen zu Frauenrechten drastisch zu ändern, um ihr politisches Überleben zu sichern. In einem originellen Beitrag zur Erforschung der Frauenrechte im Nahen Osten und in Nordafrika zeigt Tripp, wie Frauenrechtsbewegungen Momente des politischen Aufruhrs genutzt haben, um ihre Sache zu verteidigen und voranzubringen.