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Building Hegemonic Order Russia's Way: Order, Stability, and Predictability in the Post-Soviet Space
Dieses Buch untersucht Russlands Auftreten nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und die Schaffung einer Sicherheitsarchitektur im postsowjetischen Raum. Viele Wissenschaftler argumentieren, dass Russland eine Zwangsmacht in der Region ist, die Staaten dazu zwingt, nur in ihrem eigenen Interesse zu handeln.
Der Autor erkennt zwar die Macht Russlands an, vertritt aber die Ansicht, dass es nicht in der Lage ist, Staaten einfach dazu zu zwingen, sich so zu verhalten, wie es sie haben will. Stattdessen muss Russland die bilaterale und multilaterale Zusammenarbeit nutzen, um eine Sicherheitsarchitektur zu entwickeln, die sowohl für Russland als Hegemon als auch für die schwächeren Mächte in der Region Ordnung, Stabilität und vorhersehbares Verhalten gewährleistet. Durch den Aufbau dieser Sicherheitsarchitektur sind Russland und die anderen Staaten im postsowjetischen Raum besser in der Lage, ihre strategischen Ziele zu erreichen und für ihre eigene Sicherheit zu sorgen.
Um dies zu erreichen, können die schwächeren Staaten von Russland bestimmte Zugeständnisse bei der Gestaltung der bilateralen Beziehungen und der multilateralen Organisationen verlangen. Während westliche Politiker behaupten, Russland versuche, die Sowjetunion durch Zwangsmaßnahmen wiederherzustellen, handelt es sich in Wirklichkeit um eine nuancierte Interaktion zwischen allen Staaten der Region, die die Souveränität der Staaten gewährleistet und es den schwächeren Staaten ermöglicht, ihre eigenen Interessen zu verfolgen.
Mit Hilfe der Netzwerkanalyse zeigt der Autor, wie die regionale strukturelle Architektur der Zusammenarbeit aufgebaut wurde und wie Russland in der Lage ist, Ordnung zu schaffen. Dieses Buch zeigt auch, dass es an Ordnung mangelt, wenn Staaten sich geweigert haben, beim Aufbau der strukturellen Architektur zusammenzuarbeiten, was zu Konflikten und territorialen Streitigkeiten geführt hat.