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Growing Up Chicago
Growing Up Chicago ist eine Sammlung von Coming-of-Age-Geschichten, die die Vielfalt der Stadt und ihres Ballungsraums widerspiegeln.
Das Buch versammelt in erster Linie Memoiren von Schriftstellern, die ihre prägenden Jahre in der Region verbracht haben, und fragt: Was zeichnet einen Chicagoer Autor aus? Ist es ein bestimmtes Gefühl für die Sprache des Autors? Eine erzählerische Sensibilität? Die Erwähnung bestimmter Stadtteile oder Schauplätze? Auch wenn die hier vertretenen Autoren aus unterschiedlichen lokalen Erfahrungen heraus schreiben, lassen sich doch einige Gemeinsamkeiten erkennen, darunter der beständige Einfluss von Familie und Freunden und die Selbstverwirklichung vor dem Hintergrund eines Ortes, der vor Verheißungen nur so sprüht und von Ungleichheit zerrissen ist, eines Ortes, der sich ständig verändert. Die Geschichten erinnern an Kindheitsausflüge zum Art Institute of Chicago, an nächtliche Ringolevio-Spiele und an die riesigen neonfarbenen Magikist-Lippen, die einst über der Schnellstraße thronten.
Die Perspektiven reichen von einem jungen Mann, der davon träumt, Künstler zu werden, bis hin zu einer alleinerziehenden Mutter, die sich auf ihre mexikanischen Wurzeln besinnt, von der Erfahrung einer Frau mit sexuellen Übergriffen bis hin zum Streifzug eines Kindes durch die weiße Vorherrschaft. In diesem Buch werden Kultur, soziale Identität und persönliches Wachstum mit den Augen der Chicagoer erforscht, und es wird deutlich, dass jeder von uns die Fähigkeit besitzt, die Orte, an denen wir leben, schreiben und lesen, genauso zu formen wie diese Orte uns formen.