
Growing Up with America: Youth, Myth, and National Identity, 1945 to Present
Als D. H.
Lawrence seine klassische Studie über die amerikanische Literatur schrieb, behauptete er, die Jugend sei der "wahre Mythos" Amerikas. Ausgehend von dieser Behauptung zeichnet Emily A. Murphy die Art und Weise nach, wie die Jugend nationale Hoffnungen und Ängste zu einer Zeit zu verkörpern begann, als die Vereinigten Staaten in eine neue Position der Weltmacht aufstiegen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der ständige Ruf nach "Erwachsenwerden" und Überwindung der Unschuld laut, und das Kind, das lange Zeit als Symbol der Nation gedient hatte, wurde plötzlich zugunsten eines rebellischen Heranwachsenden verworfen.
Diese Ära markierte den Beginn einer Identitätskrise, in der Literaturkritiker und Schriftsteller gleichermaßen versuchten, die nationale Identität der USA angesichts der neuen globalen Position der Nation neu zu definieren. Die Figur des Heranwachsenden ist von zentraler Bedeutung für das Verständnis der nationalen Identität der USA, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart, und der kulturellen Formen (z.
B. der Literatur), die an dem fortlaufenden Prozess der Darstellung der vielfältigen Erfahrungen der Amerikaner beteiligt sind. Um die Entwicklung dieser jugendlichen Figur nachzuzeichnen, greift Murphy auf Klassiker der amerikanischen Literatur zurück, darunter J.
D. Salingers Der Fänger im Roggen und Vladimir Nabokovs Lolita, sowie auf zeitgenössische Bestseller. Der Einfluss des Heranwachsenden auf einige der größten amerikanischen Schriftsteller zeigt die Beständigkeit des Mythos, den Lawrence 1923 erstmals identifiziert hat, und verweist auf eine starke Verbindung zwischen der Jugend und einer der hartnäckigsten Fragen der Nation: Was bedeutet es, ein Amerikaner zu sein?