Bewertung:

Das Buch bietet eine sorgfältig recherchierte Geschichte der freien und quelloffenen Software (FOSS), die sich insbesondere auf das GNU-Projekt und den Linux-Kernel konzentriert. Obwohl es wichtige Einblicke und neuartige Analysen bietet, hat der Autor einige Einschränkungen bei der Annäherung an die moralische Dringlichkeit der Bewegung für freie Software und die breitere Vielfalt von FOSS.
Vorteile:⬤ Wichtige und gut recherchierte Geschichte
⬤ aufschlussreiche Analyse wichtiger Details und Ereignisse
⬤ beleuchtet die parallele Entwicklung von GNU und Linux
⬤ behandelt die breiteren gesellschaftlichen Auswirkungen von FOSS.
⬤ Der enge Fokus auf GNU und Linux kann andere wichtige FOSS-Entwicklungen übersehen
⬤ neigt dazu, die Debatte über „frei“ versus „Open Source“ zu dramatisieren
⬤ lässt eine tiefere Untersuchung der moralischen Dringlichkeit und der Auswirkungen der Bewegung für freie Software vermissen.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
For Fun and Profit: A History of the Free and Open Source Software Revolution
Die Bewegung für freie und quelloffene Software, von ihren Ursprüngen in der Hackerkultur über die Entwicklung von GNU und Linux bis hin zu ihrer heutigen kommerziellen Nutzung.
In den 1980er Jahren gab es eine Revolution mit weitreichenden Folgen - eine Revolution zur Wiederherstellung der Softwarefreiheit. In den frühen 1980er Jahren, nachdem jahrzehntelang der Quellcode von Programmen zur Verfügung gestellt wurde, hörten die meisten Programmierer auf, ihren Code frei zu teilen. Eine Gruppe von Revolutionären, die sich selbst als „Hacker“ bezeichneten, stellte diese neue Norm in Frage, indem sie Betriebssysteme mit frei zugänglichem Quellcode entwickelten. In For Fun and Profit beschreibt Christopher Tozzi die Revolution der freien und quelloffenen Software (FOSS), von ihren Anfängen als obskure, unbedeutende Bemühung einer kleinen Gruppe von Programmierern bis hin zur weit verbreiteten kommerziellen Nutzung von Open-Source-Software heute. Tozzi erklärt die historische Entwicklung von FOSS, die von exzentrischen Persönlichkeiten - darunter Richard Stallman und Linus Torvalds - geprägt und sowohl von Ideologie als auch von Pragmatismus, von Spaß und Profit angetrieben wurde.
Tozzi untersucht die Hackerkultur und ihren Einfluss auf das Unix-Betriebssystem, die Reaktion auf die Kommerzialisierung von Unix und die Geschichte der frühen Linux-Entwicklung. Er beschreibt den darauf folgenden kommerziellen Boom, als Unternehmen Milliarden von Dollar in Produkte mit FOSS-Betriebssystemen investierten, die darauf folgenden Spannungen innerhalb der FOSS-Bewegung und die Kämpfe mit Closed-Source-Softwareunternehmen (insbesondere Microsoft), die FOSS als Bedrohung ansahen. Abschließend beschreibt Tozzi die aktuelle Dominanz von FOSS in den Bereichen Embedded Computing, mobile Geräte und Cloud sowie den kulturellen und intellektuellen Einfluss von FOSS.