
Expressiveness
Eine Naturlandschaft kann heiter wirken, ein Farbton fröhlich und ein Musikstück herzzerreißend.
Warum schreiben wir Objekten, die keine psychologischen Zustände ausdrücken können, affektive Eigenschaften zu? Die Fähigkeit von Objekten und insbesondere von Kunstwerken, affektive Zustände auszudrücken, ist ein bizarres Phänomen, das in vielerlei Hinsicht der Klärung bedarf. Die Philosophen ringen noch immer mit dem Phänomen, dass die Ausdrucksfähigkeit eine Frage der Vorstellung, der Wahrnehmung oder der mnemotechnischen Assoziation ist, und sind sich in der Regel nicht einig über die Rolle, die Emotionen und menschliche Körperausdrücke dabei spielen.
Benenti hinterfragt die wichtigsten Theorien, die den Bereich der Ästhetik bevölkern, mit den Mitteln der Philosophie des Geistes. Diese Studie befasst sich mit wichtigen Debatten über das Sehen, die kognitive Durchdringung, die Beziehung zwischen phänomenalem Charakter und repräsentativem Inhalt sowie zwischen Emotionen und Ausdrücken. Sie zielt darauf ab, eine tragfähige Erklärung für die Erfahrung, die wir mit ausdrucksstarken Eigenschaften machen, zu liefern, indem sie deren grundlegend wahrnehmungsbezogene Natur beleuchtet.
Das Ergebnis ist ein empirisch fundierter und kritischer Überblick über ein Thema, das in der Philosophie des Geistes bisher eher vernachlässigt wurde. Das Buch wird für Wissenschaftler der Philosophie des Geistes, der Ästhetik, der Kognitionswissenschaften und der Psychologie von Interesse sein.