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Outriders: Rodeo at the Fringes of the American West
Rodeo ist ein gefährlicher und schmerzhafter Sport, bei dem nur die stärksten und geschicktesten Cowboys erfolgreich sind.
Im Mythos dieses durch und durch westlichen Sports ist der Held oft ein stoischer weißer Mann, der die Härte und Unabhängigkeit der homogenisierten amerikanischen Grenzvergangenheit verkörpert. Seit den Anfängen des Rodeosports haben jedoch auch marginalisierte Cowboys und Cowgirls mitgespielt.
Aus der populären Westernmythologie verdrängt und im Alltag an den Rand gedrängt, haben diese Cowboys und Cowgirls beim Rodeo Zugehörigkeit und Bedeutung gefunden und einen Anspruch auf nationale Integration erhoben. Outriders erforscht die Geschichte von Rodeoreitern am Rande der Gesellschaft, von weiblichen Broncereitern in den 1910er und 1920er Jahren und gefangenen Cowboys in Texas in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts bis hin zu rein schwarzen Rodeos in den 1960er und 1970er Jahren und schwulen Rodeoreitern im späten zwanzigsten Jahrhundert. Jahrhunderts.
Diese Rodeoreiter haben nicht nur die Definition des echten amerikanischen Cowboys erweitert, sondern zuweilen auch die hartnäckige und ausgrenzende Idee einer idealisierten westlichen Identität verstärkt. In dieser nuancierten Studie zeigt Rebecca Scofield, wie diese Außenseitergemeinschaften mit der Idee der Authentizität umgingen, als sie ihr Leben aufs Spiel setzten, um sich mit einem imaginären amerikanischen Westen zu verbinden.