Bewertung:

Das Buch bietet eine aufschlussreiche Erkundung der Outsider Art, ihres historischen Kontextes und ihres Einflusses auf die Moderne und bietet gleichzeitig eine reichhaltige Sammlung von Abbildungen. Obwohl es akademisch streng ist und sich von seinem Thema entfernt anfühlen mag, wird es für seine Tiefe und seinen Bildungswert gelobt, was es zu einer empfohlenen Lektüre für Kunstliebhaber macht. Allerdings fanden einige Leser den Text aufgrund der kleinen Schriftgröße schwer zu lesen, und einige erwähnten bessere Alternativen.
Vorteile:Großartiger Einblick in die Outsider Art und ihren kulturellen Einfluss, informativer und gut recherchierter Inhalt, schöne Illustrationen, umfassender Überblick, wertvoll sowohl für Kunstliebhaber als auch für Wissenschaftler, schneller Versand.
Nachteile:Der Text kann akademisch und weit vom Thema entfernt sein, das kleine Druckformat macht es für einige schwierig zu lesen, einige schlagen bessere Alternativen vor.
(basierend auf 14 Leserbewertungen)
Outsider Art
Outsider Art ist die Kunst, die außerhalb des Mainstreams der modernen Kunst von autodidaktischen, unausgebildeten Visionären, Spiritualisten, Einsiedlern, Volkskünstlern, Psychiatriepatienten, Gefangenen und anderen jenseits der aufgezwungenen Ränder der Gesellschaft und des Kunstmarktes produziert wird. Der 1972 von Roger Cardinal geprägte Begriff war als englisches Äquivalent zu Jean Dubuffets „art brut“ gedacht - wörtlich „rohe Kunst“, „ungekocht“ von der Kultur, unbeeinflusst von der Mode, unbeeinflusst von künstlerischen Standards.
In diesem umfassenden und unentbehrlichen Handbuch gibt Colin Rhodes einen Überblick über die Geschichte und die Rezeption der Outsider-Kunst, die zuerst von Dubuffet und den Surrealisten propagiert wurde und heute von einem breiteren Publikum geschätzt wird. Dieser Band bietet neue Einblicke in die Leistungen sowohl bedeutender Persönlichkeiten als auch neu entdeckter Künstler sowie in die Entstehung spezialisierter Ateliers, da sich die Beziehung zwischen Outsider-Kunst und der zeitgenössischen Mainstream-Kunstwelt weiterentwickelt hat und immer enger miteinander verwoben ist. Von der von Geistern geleiteten Madge Gill und dem schizophrenen Adolf Wlfli bis hin zu Rosemarie Koczys Ausdrucksformen des Traumas und Nek Chands Kreationen im Freien verfolgen diese Individuen leidenschaftlich den bildlichen Ausdruck ihrer Vision.
Diese neue Ausgabe, die mit Ausnahme einiger Archivfotos in Farbe illustriert ist, wurde grundlegend überarbeitet und konzentriert sich stärker auf die globale Außenseiterkunst und berücksichtigt auch neuere Talente auf diesem Gebiet.