
Austerity
Austerität stand im letzten Jahrzehnt im Mittelpunkt politischer Kontroversen und wurde von Politikern und Akademikern des gesamten politischen Spektrums als Antwort auf bzw. Ursache für unsere wirtschaftliche Malaise nach dem Zusammenbruch angeführt. Obwohl der Begriff seit mehr als drei Jahrhunderten diskutiert wird, ist er nach wie vor ein verwirrendes und schlecht verstandenes Konzept.
In diesem Buch versucht Suzanne J. Konzelmann, Austerität als Wirtschaftspolitik, als politische Idee und als soziales Phänomen zu entmystifizieren. Ausgehend von einer Analyse der politischen und sozioökonomischen Geschichte seit dem 17. Jahrhundert erklärt sie die Ökonomie der Austerität im Kontext der allgemeinen Dynamik von Staatsausgaben, Steuern und Schulden. Anhand vergleichender Fallstudien, die von den USA der 1930er Jahre bis zum heutigen Großbritannien reichen, bewertet sie dann die Ergebnisse der Austeritätspolitik im Lichte ihrer erklärten Ziele und analysiert die Bedingungen, unter denen sie nicht funktioniert - und gelegentlich auch funktioniert.
Diese leicht zugängliche und gründliche Einführung in das Thema Austerität ist eine unverzichtbare Lektüre für Studenten und Wissenschaftler, die in den Bereichen politische Ökonomie, Wirtschaft und Politik arbeiten, sowie für alle Leser, die sich für aktuelle Themen interessieren.