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Authentic Writing
In typischen akademischen Kreisen müssen Texte kritisiert, auf die verborgenen Bedeutungen hin untersucht und gezeigt werden, dass sie größere, umfassendere Bedeutungen offenbaren als die, die auf den ersten Blick erkennbar sind. Diese Art des Schreibens ist eine authentische Form der Wissenschaft.
Was aber, wenn ein Wissenschaftler sich stattdessen entscheidet, ohne Kritik zu schreiben? Was ist, wenn sie über Reisen, ihre Kinder, Essen, Lebensmitteleinkäufe, gefrorenes Knoblauchbrot, Sandwiches, Gewürze, Falafel, Yoga und Momente schreiben, die normalerweise nicht als wissenschaftlich gelten würden? Kann das Schreiben noch wissenschaftlich sein? Kann wissenschaftliches Schreiben authentisch sein, wenn seine Themen aus dem Alltag stammen? In Authentic Writing nimmt Jeff Rice anhand dieser Frage Stellung zur Kritik, zur Rolle des Wissenschaftlers, zur Rolle des Persönlichen in der Wissenschaft, zum Banalen als Thema und zur Idee der Authentizität.
Er untersucht die Authentizität als eine Frage des Schreibens, der Rhetorik, des Konsums, der Kultur und der Ideologie. Anstatt für einen authentischeren Zustand oder eine authentischere Praxis zu plädieren, untersucht Rice die rhetorischen Merkmale der Authentizität, um den Fokus der Wissenschaft zu erweitern.