
Author Fictions: Narrative Representations of Literary Authorship Since 1800
Fiktionale Schriftsteller und andere Autorenfiguren sind seit dem frühen neunzehnten Jahrhundert ein fester Bestandteil von Romanen und Erzählungen. Was reizt Autoren daran, ihre eigene Art in der Fiktion darzustellen? Author Fictions geht dieser Frage aus einer theoretischen und historischen Perspektive nach.
Narrative Darstellungen literarischer Autorschaft spiegeln nicht nur die ästhetischen Überzeugungen und sozialen Bedingungen ihrer eigentlichen Autoren bzw. ihrer Zeit wider, sondern nehmen auch aktiv an der Aushandlung und Gestaltung dieser Bedingungen teil. Das Buch entfaltet die Geschichte solcher 'Autorenfiktionen' in europäischen und nordamerikanischen Texten seit dem frühen 19.
Jahrhundert als eine Literaturgeschichte literarischer Autorschaft, die vom viktorianischen Bildungsroman bis zur zeitgenössischen Autofiktion reicht. Sie verbindet rhetorische und soziologische Ansätze, um die Frage zu beantworten, wie Literatur Autoren macht.
Ingo Berensmeyer identifiziert "Autorenfiktionen" als Erzählungen, die sich mit den fragilen materiellen Bedingungen des literarischen Schaffens in den tatsächlichen und symbolischen Ökonomien der Produktion befassen, und untersucht, wie diese Texte Konzepte und Modelle der Autorschaft ausarbeiten und manipulieren. Dieses Buch ist für die englische, amerikanische und vergleichende Literaturwissenschaft sowie für alle, die sich für das Thema literarische Autorschaft interessieren, von Bedeutung.