Bewertung:

Das Buch von Ken Kratz dient als Gegenpol zur Netflix-Dokumentation „Making a Murderer“ und bietet eine Insider-Perspektive auf die Strafverfolgung von Steven Avery und Brendan Dassey. Obwohl es Beweise für die Schuld der beiden vorlegt, hat das Buch gemischte Kritiken erhalten. Einige loben die aufschlussreichen Enthüllungen, andere kritisieren den Ton und den Fokus des Buches.
Vorteile:⬤ Gut geschriebene und fesselnde Erzählung, die es zu einer packenden Lektüre macht.
⬤ Enthält unbearbeitetes Beweismaterial und Prozessabschriften, die viele Punkte verdeutlichen, die in der Dokumentation beschönigt wurden.
⬤ Hebt die Manipulationen der Serie „Making a Murderer“ hervor und ermöglicht so eine klarere Sicht auf den Fall.
⬤ Diskutiert Themen wie Sucht und persönliche Verantwortung offen und verleiht der Perspektive des Autors Tiefe.
⬤ Empfohlen für Leser, die eine sachlichere Darstellung der Ereignisse rund um den Fall suchen.
⬤ Einige Leser empfanden den Ton des Buches als übermäßig aggressiv gegenüber Steven Avery und bezeichneten ihn in abwertender Weise.
⬤ Es fehlt eine tiefere Erforschung bestimmter Themen, wie z.B. Averys Motive oder die gesamte Dynamik des Falls Dassey.
⬤ Kritiker bemängeln, dass es an substanziellen juristischen Erkenntnissen mangelt und werfen dem Autor vor, ein Eitelkeitsprojekt zu sein.
⬤ Einige Kritiker meinen, dass es keine bedeutenden neuen Erkenntnisse liefert, die diejenigen, die an Averys Unschuld glauben, umstimmen könnten.
(basierend auf 495 Leserbewertungen)
Avery: The Case Against Steven Avery and What Making a Murderer Gets Wrong
Es ist an der Zeit, die Geschichte von Steven Avery richtig zu stellen.
Die Netflix-Serie Making a Murderer war mit über 19 Millionen US-Zuschauern in den ersten 35 Tagen ein Riesenerfolg. Die Serie hinterließ bei vielen die Meinung, dass Steven Avery, ein Mann, der wegen einer früheren, nicht damit zusammenhängenden Anklage wegen Körperverletzung fast 20 Jahre lang zu Unrecht inhaftiert war, von einer korrupten Polizeibehörde und Staatsanwaltschaft für den Mord an einem jungen Fotografen verantwortlich gemacht worden war. Die Zuschauer waren empört, und Hunderttausende forderten eine Begnadigung Averys. Der Hauptbösewicht der Serie? Ken Kratz, der Sonderstaatsanwalt, der die Ermittlungen und den Prozess leitete. Kratz' spätere Missetaten - Missbrauch von verschreibungspflichtigen Medikamenten und sexuelle Belästigung - haben den Glauben an seine Korruption nur noch verstärkt.
Dieses Buch sagt Ihnen, was Making a Murderer nicht tat.
Während die Empörung über die Ungerechtigkeit seiner ersten Inhaftierung dazu verleitet, an seine Unschuld zu glauben, ist Avery: The Case Against Steven Avery and What Making a Murderer Gets Wrong und die darin enthaltenen Beweise - die gründlich und leidenschaftslos untersucht werden - beweisen, dass das Strafrechtssystem in diesem Fall genau so funktioniert hat, wie es sollte.
Mit Avery räumt Ken Kratz die Zweifel an der Schuld von Steven Avery aus dem Weg. In diesem exklusiven Insiderbericht über den umstrittenen Fall lässt Kratz die Beweise sprechen und teilt Details und Erkenntnisse mit, die der Öffentlichkeit unbekannt sind. Er enthüllt die Fakten, die "Making a Murderer" bequemerweise ausgelassen hat, und spricht dann offen über die Folgen - zum ersten Mal spricht er offen über seinen eigenen Kampf mit der Sucht, die ihn dazu brachte, alles zu verlieren.
Avery beseitigt systematisch die Unklarheiten, die durch die Netflix-Serie entstanden sind, und bestätigt ein für alle Mal, dass Steven Avery des Mordes an Teresa Halbach schuldig ist.