Bewertung:

Das Buch bietet eine eingehende Untersuchung der finanziellen Verwicklungen der Sklaverei und ihrer Integration in die Wirtschaft der Südstaaten und Amerikas im weiteren Sinne und stellt die konventionelle Sichtweise auf die Institution in Frage. Es ist sowohl gut recherchiert als auch fesselnd und macht komplexe Themen zugänglich.
Vorteile:Gut recherchiert und gründlich, augenöffnende Einblicke in die systemische Kultur der Sklaverei, fesselnder Schreibstil, wichtige Beiträge zur Wirtschafts- und Finanzgeschichte der USA, Einbeziehung von Fallstudien, zugänglich für Fachleute in verschiedenen Bereichen.
Nachteile:Nicht für ein allgemeines Publikum geeignet, könnte für einige Leser zu technisch sein.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Banking on Slavery: Financing Southern Expansion in the Antebellum United States
Eine ernüchternde Ausgrabung, wie tief die amerikanischen Banken des neunzehnten Jahrhunderts mit der Institution der Sklaverei verwoben waren.
Es ist heute allgemein bekannt, dass der amerikanische Kapitalismus des 19. Jahrhunderts in den Strukturen der Sklaverei am stärksten zum Ausdruck kam. Jahrhunderts in den Strukturen der Sklaverei zu finden war. Es ist auch klar, dass fast jede andere Institution und jeder andere Aspekt des Lebens damals zumindest mit der Aufrechterhaltung der Sklaverei verwoben war - und oft davon profitierte. Doch wie Sharon Ann Murphy in ihrem kraftvollen und beispiellosen Buch zeigt, ist die zentrale Bedeutung der Sklavenarbeit für das Bankwesen in den Vereinigten Staaten der Vorkriegszeit weitaus größer als bisher angenommen.
Banking on Slavery beleuchtet genau, wie die finanziellen Beziehungen zwischen Banken und Sklavenhaltern im Süden des 19. Jahrhunderts funktionierten. Murphy argumentiert, dass die rasche Ausbreitung der Sklaverei im Süden in den 1820er und 30er Jahren in erheblichem Maße von der Bereitschaft der Südstaatenbanken abhing, das Leben von Sklaven zu finanzieren, wobei sich die Verwendung von versklavten Menschen als Kreditsicherheiten als zentral für diese Finanzbeziehungen erwies. Sie macht deutlich, wie die Banken des Südens bereit waren - und in einigen Fällen sogar darauf erpicht waren -, altehrwürdige Bankpraktiken zu ändern, um den Bedürfnissen der Sklavenhalter gerecht zu werden. Am Ende opferten sich viele dieser Banken bei ihren Bemühungen, die Sklavenwirtschaft zu stabilisieren. Murphy beschreibt auch, wie Banken und Sklavenhalter das Leben der Sklaven von physischen Körpern in abstrakte Kapitalwerte verwandelten. Ihr Buch ist eine wichtige Untersuchung darüber, dass die Finanzgeschichte unseres Landes enger mit der entmenschlichenden Institution der Sklaverei verflochten ist, als die Wissenschaft bisher angenommen hat.