
Banking on Data: Evaluating Open Banking and Data Rights in Banking Law
International Banking and Finance Law Series, Band 37
Trotz des breiten Aufkommens von Open Banking in einer Vielzahl von Rechtsordnungen und des gemeinsamen Ehrgeizes in Bezug auf die Vorteile, die es bringen soll, gibt es einen deutlichen Mangel an detaillierten Analysen der rechtlichen Merkmale, die für seine effektive Einführung erforderlich sind. Diese unverzichtbare Studie ist die erste, die die rechtlichen Grundlagen von Open Banking unter Bezugnahme auf das Bankrecht und nicht auf das Datenschutz- oder Wettbewerbsrecht analysiert. Mit einem detaillierten Schwerpunkt auf den ausgereiften Open-Banking-Systemen Australiens und des Vereinigten Königreichs, einschließlich des australischen Verbraucherdatenrechts, bietet die gründliche rechtliche Perspektive des Buches einen umfassenden Rahmen, der zur Bewertung und Gestaltung von Open Banking in jeder Rechtsordnung verwendet werden kann.
Die Darstellung erfolgt durch einen Vergleich der rechtlichen Rechte, Verantwortlichkeiten und Beziehungen im Rahmen von Open-Banking-Systemen mit den entsprechenden Rechten in traditionellen Bankzahlungssystemen. Dabei werden so wichtige Fragen des offenen Bankwesens und der gemeinsamen Nutzung von Daten wie die folgenden klar herausgestellt und angesprochen:
⬤ Welche Daten sollten gemeinsam genutzt werden können und wer sollte verpflichtet sein, Daten gemeinsam zu nutzen;
⬤ wie Daten gemeinsam genutzt werden sollten und wie die Rechte zur gemeinsamen Nutzung von Daten festgelegt werden sollten;
⬤ die Rolle der Datenminimierung und die Rolle der Einwilligung;
⬤ Wie Gesetze, Normen, Regeln und Technologie in einem offenen Bankensystem zusammenwirken;
⬤ wie ein offenes Bankensystem den Wettbewerb, die Innovation und die finanzielle Integration fördert;
⬤ wie der Verbraucherschutz durch die Gestaltung einbezogen werden kann;
⬤ Verwaltung der Qualität und Sicherheit gemeinsam genutzter Daten;
⬤ Erleichterung und Regulierung der Teilnahme;
⬤ Rechtsbeziehungen und Aufteilung der Haftung zwischen den Teilnehmern;
⬤ Entschädigung der Kunden, wenn etwas schief geht;
⬤ strategische Herausforderungen und Chancen;
⬤ Durchsetzbarkeit und Insolvenz;
⬤ Systemwirksamkeit und -sicherheit; und.
⬤ die Rolle des Vertrauens.
Außerdem ist ein Bewertungsrahmen enthalten, der dazu dient, die Risiken zu kategorisieren, die bei Open Banking und anderen Systemen zur gemeinsamen Nutzung von Daten auftreten.
Als systematische Bewertung der Frage, wie das Bankrecht genutzt werden kann, um die von offenen Bankensystemen versprochene Kundenautonomie, Datenübertragbarkeit, Rechenschaftspflicht des Empfängers und Konnektivität der Teilnehmer zu gewährleisten, wird sich die rechtliche Perspektive des Buches auf den Wert von Kundendaten als unschätzbar wertvoll für Juristen im Bank- und Finanzwesen sowie für Fachleute aus den Bereichen Finanzdienstleistungen und Informationstechnologie erweisen.