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Banksters Bosses Smart Money: Social History of Great Toledo Bank Cras
In den 1920er Jahren war Toledo, Ohio, landesweit führend beim Beschäftigungswachstum im verarbeitenden Gewerbe. Im Sommer 1931 erlebte Toledo den schlimmsten Bankenzusammenbruch während der Großen Depression. Bald darauf lebte in Toledo ein größerer Prozentsatz der Bevölkerung von staatlichen Hilfen als in jeder anderen amerikanischen Stadt. Wie kam es dazu, dass eine der dynamischsten Industriestädte Amerikas so schnell und so tief fiel?
Banksters, Bosses, and Smart Money deckt die Ursachen für den wirtschaftlichen Zusammenbruch einer Stadt auf, indem es die Verflechtungen in den Führungsetagen, den politischen Apparat und die Insider-Geschäfte nachzeichnet, die den gut vernetzten Leuten ein schnelles Vermögen bescherten, während sie die Ersparnisse von Zehntausenden von Sparern gefährdeten. Es wird dokumentiert, wie die Macht der Finanzeliten der Stadt auch nach dem verheerenden Bankenzusammenbruch von 1931 anhielt, indem sie die Liquidation zahlungsunfähiger Banken zu ihren Gunsten verzerrten und die Verantwortlichen vor strafrechtlicher Verfolgung schützten.
Durch die Untersuchung der sozialen und politischen Wurzeln der Bankenkrise in einer Gemeinde zeigt Messer-Kruse, dass die Große Depression nicht nur als eine äußere Kraft verstanden werden kann, die über die Gemeinden hereinbrach, sondern auch als eine Folge lokaler Machtverhältnisse und finanzieller Entscheidungen. Das Beispiel Toledos legt nahe, dass die Große Depression lokal entstand und sich global ausbreitete, nicht umgekehrt.