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Baptist Identity and the Ecumenical Future: Story, Tradition, and the Recovery of Community
Baptisten sind in der Regel die Sorgenkinder der ökumenischen Bewegung. Die baptistische Besessenheit, eine wahre Kirche zu verwirklichen, hat eine Tradition der Trennung hervorgebracht. Die Bedenken der Baptisten gegenüber der Ökumene mögen zwar auf diese spalterische Genealogie zurückzuführen sein, doch ebenso wahr ist, dass es der modernen ökumenischen Bewegung selbst zunehmend an Konsens über den Weg zu einer sichtbaren christlichen Einheit fehlt.
In Baptistische Identität und die ökumenische Zukunft untersucht Steven R. Harmon die Beziehung zwischen der baptistischen Berufung, eine Pilgergemeinschaft zu sein, und der ökumenischen Bewegung. Harmon argumentiert, dass keine der beiden Visionen ohne ein gegenseitiges ökumenisches Engagement erfüllt werden kann. Wie Harmon zeigt, brauchen baptistische Gemeinschaften und die Kirchen, von denen sie getrennt sind, einander. Zu den Gaben, die Baptisten der übrigen Kirche anzubieten haben, gehören vor allem ihre pilgernde Abneigung gegen allzu realistische Eschatologien der Kirche und ihre radikale Verpflichtung, die Herrschaft Christi mit Hilfe der Heiligen Schrift zu erkennen. Baptisten müssen ihrerseits bereit sein, von anderen Kirchen vernachlässigte Aspekte der radikalen Katholizität zu empfangen, von der die Bibel untrennbar ist.
Eingebettet in die baptistische Vision und ihre historische Verkörperung bieten sich überraschende Möglichkeiten für ökumenische Konvergenz. Baptistische Identität und ökumenische Zukunft fordert Baptisten und ihre Dialogpartner auf, diese ökumenisch orientierten Facetten der baptistischen Identität als unverzichtbare Voraussetzungen für ihre gemeinsame Pilgerreise zur Fülle der Herrschaft Christi in ihrer Mitte zu erkennen und anzunehmen, die so lange unvollständig bleibt, wie der Leib Christi geteilt bleibt.