Bewertung:

Das Buch ist gut recherchiert und stellt eine wertvolle Quelle für alle dar, die sich für das York and Lancaster Regiment, insbesondere während des Ersten Weltkriegs, interessieren. Es zeichnet sich durch seinen fesselnden Schreibstil und hilfreiche Verweise aus.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert
⬤ wertvolle Quelle
⬤ ansprechender und gut lesbarer Schreibstil
⬤ umfangreiche Bibliographie
⬤ prägnante Fußnoten
⬤ interessanter Inhalt über das York und Lancaster Regiment.
In den Rezensionen werden keine wesentlichen Nachteile erwähnt.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Battalions at War: The York & Lancaster Regiment in the First World War
Der Erste Weltkrieg ist Geschichte; die letzten Überlebenden dieses Konflikts sind inzwischen alle tot. Drei Generationen später wird die öffentliche Wahrnehmung des Krieges durch Bücher, Filme und Fotos geprägt. In den letzten zwei Jahrzehnten haben revisionistische Historiker versucht, die Erzählung zu korrigieren, die uns die Kriegsdichter und frühen Tagebuchschreiber hinterlassen haben: eine Chronik der Opfer, der Sinnlosigkeit und des "Verlusts einer Generation" durch die Hände der "Stümper" und "Schlächter". Trotz der Bemühungen dieser Autoren fällt es den Kommentatoren schwer, über die Verluste des 1. Juli 1916 und den Schlamm von Passchendaele hinauszukommen. Die Geschichte des Krieges ist durch eine Reihe von ikonischen Schlachten geprägt, vom Ersten Weltkrieg bei Ypern über die Somme, Passchendaele und Cambrai bis hin zum Endsieg der Hundert Tage.
Bei der Lektüre der Berichte über die Schlachten wird leicht die sehr eingeschränkte Perspektive der einzelnen Soldaten übersehen. Die Bataillone wurden alle paar Tage ein- und ausgewechselt; die meisten waren nur an einigen wenigen Schlachten beteiligt, und das auch nur für einen kurzen Zeitraum und an einer begrenzten Front. Die beteiligten Soldaten hatten kaum eine Vorstellung davon, wie sich der Beitrag ihrer Einheit auf den Ausgang einer bestimmten Operation auswirkte.
Das York and Lancaster Regiment war mit einem oder mehreren Bataillonen an allen großen Schlachten des Krieges beteiligt, aber jedes Bataillon erlebte nur einen kleinen Teil dieser Operationen. Dieses Buch nutzt die Kriegstagebücher dieser Bataillone, um die Geschichte des Konflikts aus der begrenzten Perspektive derjenigen nachzuzeichnen, deren Horizont kaum mehr als ihre 500 Meter Grabenlinie war.
Der Gefreite Patrick Dillon (der Großvater des Autors) diente in drei Bataillonen des Regiments. Die Kriegstagebücher der Bataillone zeigen uns, wie begrenzt der Überblick des einfachen Soldaten und seiner Regimentsoffiziere war, denn es gibt nur wenig Kontext zu den Aktionen, an denen sie jenseits ihrer unmittelbaren Front und Flanken beteiligt waren. Dieses Buch beschreibt zwar die umfassenderen Operationen, an denen die Bataillone beteiligt waren, ist aber keine "Geschichte des Krieges", sondern ein Bericht darüber, wie diese Einheiten (oft kurzfristig) in die Kampflinie eingegliedert wurden.