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Building Colonial Hong Kong: Speculative Development and Segregation in the City
In den 1880er Jahren war Hongkong ein florierendes koloniales Unternehmen, in dem viele Europäer, vor allem Briten, in palastartigen Villen in den Mid-Levels und auf dem Peak wohnten. Aber es war auch eine rücksichtslose Einwandererstadt, in der sich chinesische Arbeiter in den überfüllten Mietskasernen von Taipingshan ein Bett teilten. Trotz der anhaltenden Ungleichheit zog Hongkong immer wieder verschiedene Klassen von Einwanderern an, die ihren sozialen Status durch die Anhäufung von Reichtum, insbesondere durch Land- und Immobilienspekulationen, zu verbessern suchten.
In diesem fesselnden und umfangreich bebilderten Buch erzählt Cecilia L. Chu die "Geschichte Hongkongs" neu, indem sie die Entstehung der "spekulativen Landschaft" vom späten 19. bis zu den ersten Jahrzehnten des 20. Anhand einer Reihe zentraler Fallstudien hebt sie die widersprüchliche Logik der kolonialen Stadtentwicklung hervor: die Förderung einheimischer Investitionen, die einen laissez-faire-Wohnungsmarkt unterstützten, und die Notwendigkeit, die Bevölkerung in einer hierarchischen, kolonialen Raumordnung zu segregieren. Entscheidend ist, dass sie zeigt, dass die Gestaltung der Stadtlandschaften Hongkongs kein von oben nach unten gesteuerter Prozess war, sondern sich durch ständige Verhandlungen zwischen verschiedenen Interessengruppen mit Besitzansprüchen entwickelte. Darüber hinaus zeigt ihre Studie, dass die gebaute Umwelt der Schlüssel zur Schaffung und Verwirklichung individueller und kollektiver Bestrebungen in einer rassisch gespaltenen, höchst ungleichen, aber dennoch aufstrebenden, modernisierenden Kolonialstadt war.
(Ausgezeichnet 2023 als bestes Buch in nicht-nordamerikanischer Stadtgeschichte von der Urban History Association).