Bewertung:

Das Buch erforscht das oft tabuisierte Thema des Bedauerns über die Mutterschaft anhand von Interviews mit Frauen, die offen über ihre Erfahrungen berichten. Es zielt darauf ab, ein realistischeres Verständnis der Mutterschaft und des damit verbundenen gesellschaftlichen Drucks zu vermitteln und die damit verbundenen emotionalen Komplexitäten aufzuzeigen. Obwohl es für sein wichtiges Thema und seine umfassenden Einblicke anerkannt ist, empfinden einige Leser es als zu akademisch und repetitiv.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben und aufschlussreich
⬤ bietet eine Plattform für die Stimmen von Frauen, die Mutterschaft bedauern
⬤ wichtige Perspektive, die gesellschaftliche Normen in Frage stellt
⬤ für viele nachvollziehbar
⬤ hilfreich für diejenigen, die Mutterschaft in Betracht ziehen
⬤ anregend und informativ.
⬤ Einige Leserinnen finden das Buch trocken und repetitiv
⬤ es kann zu akademisch und weniger zugänglich sein
⬤ bestimmte Themen im Zusammenhang mit der Reue über die Vaterschaft und andere relevante Themen werden nicht tiefgründig erforscht.
(basierend auf 46 Leserbewertungen)
Regretting Motherhood: A Study
Eine provokante und äußerst wichtige Studie über das Leben von Frauen, ihre Entscheidungen - und ein 'unausgesprochenes Tabu' -, die den gesellschaftlichen Druck hinterfragt, der Frauen zur Mutterschaft zwingt
Frauen, die sich dagegen entscheiden, Mutter zu werden, werden häufig gewarnt, dass sie ihre Entscheidung später im Leben bereuen werden, aber wir sprechen selten über die Möglichkeit, dass auch das Gegenteil der Fall sein könnte - dass Frauen, die Kinder haben, es bereuen könnten. Die Soziologin Orna Donath stützt sich auf jahrelange Forschungsarbeiten, in denen sie Frauen mit unterschiedlichem sozioökonomischem, bildungsbezogenem und beruflichem Hintergrund befragte, und behandelt das Bedauern als feministisches Thema: Da das Bedauern den nicht eingeschlagenen Weg kennzeichnet, müssen wir überlegen, ob den Frauen derzeit alternative Wege versperrt sind. Sie fordert uns auf, darauf zu achten, was durch die Regeln für Mutterschaft, Zeit und Emotionen verboten ist, einschließlich der kulturellen Annahme, dass Mutterschaft eine „natürliche“ Rolle für Frauen ist - zum Wohle aller Frauen, nicht nur derjenigen, die es bereuen, Mutter zu werden.
Wenn uns der Gedanke beunruhigt, dass eine Frau es bereuen könnte, Mutter zu werden, so Donath, sollten wir diese Frauen nicht zum Schweigen bringen und beschämen. Vielmehr müssen wir ehrliche und schwierige Fragen dazu stellen, wie die Gesellschaft Frauen zur Mutterschaft drängt und warum diejenigen, die es sich anders überlegen, immer noch als Gefahr für den Status quo angesehen werden. Dieses bahnbrechende, nachdenkliche und provokative Buch ist in unserem derzeitigen politischen Klima besonders notwendig, da die reproduktiven Rechte der Frauen weiterhin im Mittelpunkt der nationalen Debatten stehen.