
Meaninglessness: Time, Rhythm, and the Undead in Postcolonial Cinema
Zu lange wurde die Auseinandersetzung mit scheinbar universellen Erfahrungen wie Liebe, Tod und sogar Zeit im Film vom globalen Norden dominiert.
Doch was wäre, wenn sich solche Erkundungen stattdessen horizontal entwickeln würden? Unter Bezugnahme auf europäische und afrikanische Kulturtheoretiker wie Gilles Deleuze und Wole Soyinka lädt uns Vlad Dima ein, darüber nachzudenken, was mit dem postkolonialen afrikanischen Film geschieht, wenn wir die Idee der Zeit nicht länger privilegieren. Wie könnten wir das filmische Bild anders verstehen, und wie würde sich seine Bedeutung verändern? Bedeutungslosigkeit: Time, Rhythm, and the Undead in Postcolonial Cinema ist eine Studie über Bedeutung und Bedeutungslosigkeit anhand der Figur des Untoten, die mit dem frankophonen Afrika beginnt und sich bis ins postkoloniale Frankreich erstreckt.
Durch die Analyse von Filmen wie Mati Diops Atlantics und Jean-Pierre Bekolos Miraculous Weapons zeigt Dima, wie das afrikanische Kinobild Bedeutung erzeugen kann, ohne an die europäische Zeit gebunden zu sein, und wie diese Bedeutung stattdessen mit der Philosophie der Negritude und dem Begriff des Rhythmus verbunden ist. Bedeutungslosigkeit führt das Konzept der Rhythmus-Sequenz als neuen Weg zum Verständnis des afrikanischen bewegten Bildes ein.