
Claiming and Making Muslim Worlds: Religion and Society in the Context of the Global
Inwieweit kann der Islam in einer zunehmend vernetzten Welt lokalisiert werden? Die Beiträge dieses Bandes untersuchen verschiedene Facetten des muslimischen Lebens im Kontext immer dichterer transregionaler Verbindungen und zeigen auf, wie die Verbreitung von Ideen über "Muslim-Sein" zur Herausbildung spezifischer Vorstellungen darüber beigetragen hat, was den Islam und seine Rolle in Gesellschaft und Politik ausmacht. Infrastrukturelle Veränderungen haben zur Intensivierung von Gelehrten- und Handelsnetzen geführt, die Verbreitung neuer literarischer Genres gefördert oder stereotype Bilder von Muslimen geprägt.
Dies wiederum hatte Folgen in so unterschiedlichen Bereichen wie der Selbstdarstellung und der Regierungsführung von Muslimen. Die Beiträge in diesem Band untersuchen dieses Thema in geografischen Kontexten, die von Südasien bis nach Europa und in die USA reichen.
Die Autoren, die aus den Disziplinen Geschichte, Anthropologie, Religionswissenschaft, Literaturwissenschaft und Politikwissenschaft kommen, zeigen gemeinsam, dass es notwendig ist, eine translokale Perspektive mit sehr spezifischen lokalen und historischen Konstellationen zu verbinden. Das Buch verkompliziert herkömmliche akademische Einteilungen und lädt dazu ein, in historisch spezifischen translokalen Kontexten zu denken.