Bewertung:

Disability Pride von Ben Mattlin bietet eine gründliche und aufschlussreiche Untersuchung der Behindertenrechtsbewegung in Amerika, die ihre Geschichte, intersektionalen Perspektiven und aktuellen Herausforderungen hervorhebt. Das Buch ist sehr empfehlenswert für alle, die sich für Behindertenstudien oder -förderung interessieren.
Vorteile:Das Buch bietet eine klare, prägnante Zusammenfassung der Behindertenrechte, zeigt die Intersektionalität innerhalb der Bewegung auf, hebt Schlüsselfiguren hervor und stellt eine Verbindung zwischen vergangenen Ereignissen und der heutigen Relevanz her. Es ist gut recherchiert und emotional beeindruckend und regt die Leser dazu an, kritisch über ihre eigenen Überzeugungen und die Zukunft der Behindertenbewegung nachzudenken.
Nachteile:Einige Leser könnten die Komplexität der erörterten Themen als überwältigend empfinden, insbesondere im Hinblick auf die abweichenden Ansichten innerhalb der Behindertengemeinschaft. Obwohl das Buch darauf abzielt, verschiedene Themen anzusprechen, kann es nicht jede einzelne Perspektive erschöpfend behandeln.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
Disability Pride: Dispatches from a Post-ADA World
Ein augenöffnendes Porträt der vielfältigen Behindertengemeinschaft, wie sie sich heute darstellt, und wie sich die Einstellungen, der Aktivismus und die Vertretung von Behinderten seit der Verabschiedung des Americans with Disabilities Act (ADA) entwickelt haben.
In Disability Pride verwebt der behinderte Journalist Ben Mattlin Interviews und Reportagen, um eine Kavalkade von Personen, Ideen und Ereignissen in fesselnder, temporeicher Prosa vorzustellen. Er zeichnet die Generation nach, die erwachsen wurde, nachdem das ADA Amerika umgestaltet hatte, und wie es die Zukunft beeinflusst. Er dokumentiert, wie die autistische Selbsthilfe und die Neurodiversitätsbewegung die Ansichten über Menschen, deren Gehirn anders funktioniert, verändert haben. Er lüftet den Schleier über eine blühende Behindertenkultur - von den sozialen Medien bis zur Haute Couture, von Hollywood bis zum Broadway - und zeigt, wie die Politik der Schönheit für Menschen mit marginalisierten Körpertypen und Gesichtszügen einen weitreichenden Wandel auslöst.
Er untersucht auch die Unzulänglichkeiten der Bewegung, insbesondere die Auslöschung von nicht-weißen und LGBTQIA+ Menschen, die zur Entstehung von Disability Justice beigetragen hat. Er befasst sich mit dem systemischen Behindertenfeindlichkeit in der Gesundheitsversorgung, der Bewegung für das Recht auf Sterben, der Institutionalisierung und der Geißel der Arbeit zu Mindestlöhnen, die manche als legalisierte Sklaverei bezeichnen. Und er findet einen Hoffnungsschimmer darin, dass behinderte Menschen ihren Kampf für Gleichberechtigung und Fairness niemals aufgeben.
Wunderschön geschrieben, ohne Wut oder Mitleid, ist Disability Pride ein aufschlussreicher Bericht über eine oft missverstandene Bewegung und Identität, eine umfassende Überprüfung der Behandlung derjenigen durch die Gesellschaft, die sie für anders hält.