
Combating Hate: A Framework for Direct Action
Die Vereinigten Staaten haben ein Hassproblem. In den letzten Jahren haben Hassreden nicht nur zu einer tiefen Spaltung in unserer Politik geführt, sondern auch zu Gewalt, Mord und sogar zu Aufruhr. Und doch ist die etablierte Verfassungsrechtsprechung der Ansicht, dass alle Äußerungen als "inhaltsneutral" geschützt sind und dass die angemessene demokratische Antwort auf Hassreden nicht in einer Regulierung, sondern in "mehr Äußerungen" besteht. Wie können sich also normale Bürger gegen Hassgruppen wehren, wenn der Staat es nicht tut?
In Combating Hate (Hassbekämpfung) schlägt Billie Murray eine Antwort auf diese Frage vor. Als Teilnehmerin an antirassistischen und antifaschistischen Protesten, darunter Demonstrationen gegen den Ku-Klux-Klan, Neonazis und die Westboro Baptist Church, erlebte Murray aus erster Hand die Grenzen des "Mehr-Rede"-Ansatzes sowie die kämpferischen Taktiken antifaschistischer Aktivisten. Sie argumentiert, dass letztere Gruppe, die gemeinhin als Antifa bekannt ist, eine radikal andere Strategie zur Bekämpfung von Hass verkörpert, die den Mythos der Inhaltsneutralität entlarvt und Hassrede als eine Taktik faschistischer Organisation mit sehr realen, höchst antidemokratischen Folgen entlarvt. Auf der Grundlage der Kommunikationstheorie und dieser Erfahrungen vor Ort stellt Murray eine neue Strategie vor, die sie als "verbündete Taktik" bezeichnet und die in der Verpflichtung wurzelt, diejenigen zu bestätigen, zu unterstützen und sogar zu schützen, die Opfer von Hassreden sind.
Combating Hate ist spannend und anspruchsvoll und zeigt, dass es konkrete Möglichkeiten gibt, Hassreden an der Front zu bekämpfen. Murrays dringendes Plädoyer für ein Überdenken der Art und Weise, wie wir diesem Schandfleck im amerikanischen Leben entgegentreten und ihn bekämpfen können, ist eine unverzichtbare Lektüre für die heutige Zeit.