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Enemies Known and Unknown: Targeted Killings in America's Transnational Wars
Präsident Obama wurde mit einem Antikriegsprogramm gewählt, doch unter seinem Kommando im „Krieg gegen den Terror“ haben die gezielten Tötungen zugenommen. Die USA sehen sich selbst als Verfechter des Völkerrechts und als Förderer der Demokratie, doch werden solche gezielten Tötungen weithin als außergerichtliche Menschenrechtsverletzungen verurteilt.
Dieses Buch untersucht diese Paradoxien und vertritt die Auffassung, dass sie teilweise durch die Anwendung bestehender Rechtsnormen auf transnationale Kriege erklärt werden können. Kritiker argumentieren, dass die Art von Krieg, die die USA angeblich führen - transnationale bewaffnete Konflikte - in Wirklichkeit gar nicht existiert. McDonald analysiert das Konzept des transnationalen Krieges und die rechtlichen Auslegungen, die ihm zugrunde liegen, und argumentiert, dass das Festhalten der Obama-Regierung an der Rechtsstaatlichkeit zu einem Status quo der Gewalt führt, der in mancher Hinsicht noch beunruhigender ist als die Exzesse der Bush-Regierung.
Amerikas Interpretationen von Souveränität und Völkerrecht formen und konstituieren den Krieg selbst, mit tödlichen Folgen für die namentlich genannten und anonymen Personen, die es einseitig als Teilnehmer definiert. McDonalds Analyse hilft uns, die soziale und rechtliche Konstruktion legitimer Gewalt in der Kriegsführung und die Beziehung zwischen den in den US-Regierungsabteilungen gebildeten Rechtsauffassungen und den Gewalttaten in einer anderen Welt zu verstehen.