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Bella: An Exploration of a Victorian Annulment of Marriage Appeal Record to the House of Lords Containing Witness Transcripts
Ehebruch, Impotenz und ein grausames Kreuzverhör, alles im Kontext einer berühmten Bankpleite. Dieser Präzedenzfall, der sich aus dem Kampf um ein beträchtliches Erbe speist, erzählt Bellas Kampf um ihren eigenen Körper, ihr Leben und ihr Vermögen vor ihrem Ehemann und einem frauenfeindlichen Rechtssystem.
Bella: An Exploration of a Victorian Annulment of Marriage Appeal Record of Gordon v. Merricks to the House of Lords Containing Witness Transcripts, Legal Pleadings, Documentary Evidence, and Appeal Court Decisions; with Annotations, Analysis, and Additional Material from the Time gibt dem Leser einen genauen Einblick in eine unglückliche Ehe und die daraus resultierenden Gerichtsverfahren.
Bella untersucht und erklärt ein Berufungsprotokoll an das House of Lords, das 1885 als höchstes Berufungsgericht im Vereinigten Königreich fungierte. Um Bellas Fall modernen Lesern zu erklären, liefert die Autorin detaillierte Anmerkungen zum Text des Appeal Record, einschließlich der vielen Zeugenabschriften, sowie zu anderen Dokumenten aus der damaligen Zeit.
Zeitungsartikel und zahlreiche juristische Recherchen helfen dem modernen Leser zu verstehen, wie Bellas Vermögen von ihrem Ehemann verschleudert zu werden drohte. Dabei werden sowohl die juristischen Machenschaften von Bellas Ehemann und seinen Anwälten als auch die hervorragenden Unterlagen ihrer eigenen Anwälte offengelegt. Vier Entscheidungen des House of Lords werden mit ausführlichen Kommentaren vorgestellt, damit der moderne Leser die Ergebnisse der Argumente beider Seiten nachvollziehen kann.
In mehreren Aufsätzen wird der Kontext der damaligen Zeit beleuchtet, darunter der Zusammenbruch der City of Glasgow Bank, der seinerzeit als erster Fall bekannt wurde, in dem Bankangestellte ins Gefängnis kamen, weil sie sehr hohe, nicht ausgezahlte Kredite an Insider und deren bevorzugte Unternehmen verheimlicht hatten. Die Entwicklung der richterlichen Objektivität wird im Zusammenhang mit dem Fall Bella untersucht.
In einem Nachwort schildert die Autorin an einigen Stellen die alltäglichen Turbulenzen in Bellas Leben.