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Benjamin Rush, Civic Health, and Human Illness in the Early American Republic
Benjamin Rush (1745-1813) wirft einen langen Schatten auf die amerikanische Medizin wie auch auf die soziale und politische Geschichte der amerikanischen Republik. Der Arzt aus Philadelphia engagierte sich in zahlreichen sozialen, politischen und wissenschaftlichen Projekten, während er gleichzeitig eine vielbeschäftigte Praxis führte und im Laufe seiner Karriere Tausende von Studenten unterrichtete.
Die Versuche der Historiker, sich ein Bild von Rush und seiner Welt zu machen, waren daher kompliziert und widersprüchlich. Nichtsdestotrotz ist es die Mischung aus sozialer, medizinischer und politischer Geschichte, die Rushs Geschichte am fesselndsten macht. Am Ende des Revolutionskriegs fanden sich die neuen amerikanischen Bürger in einem neuen Land wieder.
Für Rush und seine Kollegen ging diese Neuheit über eine Veränderung der politischen Struktur hinaus. Sie glaubten, dass die physischen Herausforderungen der wachsenden Städte und der westlichen Expansion und die psychologischen Herausforderungen der neuen Identitäten in einer Weise zusammenkamen, die der amerikanischen Gesundheit helfen oder schaden konnte.
Von seiner Position an einer der wenigen medizinischen Fakultäten des Landes aus, die sich in dessen intellektueller Hauptstadt befand, entwickelte Rush einen Ruf als Amerikas Arzt - während er gleichzeitig soziale und wissenschaftliche Ideen für die "Verbesserung" des Landes als Ganzes verknüpfte. Benjamin Rush, Civic Health, and Human Illness in the Early American Republic (Benjamin Rush, Bürgerliche Gesundheit und menschliche Krankheit in der frühen amerikanischen Republik) stellt Rush in diesen Kontext und geht über die Biografie hinaus, um seine sozialen und wissenschaftlichen Netzwerke und ihre Rolle bei der Entwicklung eines eindeutig amerikanischen medizinischen Berufs zu untersuchen.