Bewertung:

Das Buch „Mountain Gloom and Mountain Glory“ von Marjorie Hope Nicolson ist eine wissenschaftliche Untersuchung der sich im Laufe der Zeit verändernden Einstellung zu Bergen in der englischen Literatur und Kultur. Es untersucht den historischen Kontext und die philosophischen Grundlagen dafür, wie sich Berge von abscheulichen Missbildungen zu Objekten der ästhetischen Bewunderung wandelten. Während das Buch für seinen Tiefgang und seine reichen Verbindungen zu Theologie, Geschichte und Ästhetik gelobt wird, bemängeln einige Rezensenten die komplexe Rhetorik und den Mangel an visuellen Bildern.
Vorteile:Das Buch ist gut dokumentiert und bietet umfangreiche Recherchen, aufschlussreiche Verbindungen zwischen verschiedenen Disziplinen (Theologie, Wissenschaftsgeschichte, Ästhetik) und reichhaltige Literaturhinweise. Die Rezensenten schätzen die Fähigkeit des Buches, zu tiefem Nachdenken anzuregen, und seine Relevanz für die gegenwärtigen Diskussionen in der Ökokritik. Das Buch bietet eine faszinierende historische Perspektive auf die sich verändernde Wahrnehmung der Natur, insbesondere der Berge.
Nachteile:Einige Leser fanden den Schreibstil des Autors zu komplex, mit hochtrabender und vager Rhetorik. Kritisiert wurde auch das Fehlen von Bildmaterial, das nach Ansicht einiger Leser das Verständnis des Themas verbessern würde. Außerdem hielt ein Rezensent eine spezielle Einleitung für unnötig.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Mountain Gloom and Mountain Glory: The Development of the Aesthetics of the Infinite
Für die englischen Dichter und Schriftsteller des siebzehnten Jahrhunderts wie auch für ihre Vorgänger waren Berge hässliche Auswüchse, die die Natur entstellten und die Symmetrie der Erde bedrohten; sie waren Symbole des Zorns Gottes.
Doch weniger als zwei Jahrhunderte später besangen die Dichter der Romantik die Pracht der Berge, die glorreichen Höhen, die ihre Seelen zu göttlicher Ekstase bewegten. In dieser sehr lesenswerten und faszinierenden Studie befasst sich Marjorie Hope Nicolson mit der intellektuellen Renaissance am Ende des siebzehnten Jahrhunderts, die den Wechsel von der Düsternis der Berge zum Ruhm der Berge bewirkte.
Sie untersucht verschiedene Schriftsteller aus dem siebzehnten, achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert und zeichnet sowohl die Ursachen als auch den Prozess dieses drastischen Wandels in der Wahrnehmung nach.