Bewertung:

Die Leser schätzen „Berlin (Cityscope)“ für seine fesselnde Erzählung, die detaillierten Einblicke in die Geschichte und die Viertel der Stadt sowie die Kombination aus praktischen Reisetipps und persönlichen Reflexionen. Der Autor, Joseph Pearson, wird für seinen Schreibstil und sein Wissen gelobt, was das Buch sowohl für Besucher als auch für Einheimische, die Berlin aus einer neuen Perspektive erkunden möchten, interessant macht.
Vorteile:Fesselnde Erzählung über die Geschichte Berlins, kluge Analyse der Stadtstruktur, praktische Tipps zu den Stadtteilen, witziger und lebendiger Schreibstil, schöne sachliche Reflexionen, unterhaltsame Kurzessays, optisch ansprechende Gestaltung mit Fotos, für Touristen und Einheimische gleichermaßen geeignet.
Nachteile:Einige Rezensionen erwähnen keine nennenswerten Nachteile, was auf eine hohe Zufriedenheit schließen lässt, aber es kann sein, dass es an eingehender Kritik mangelt oder negative Aspekte erwähnt werden.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Wie Joseph Pearson es in diesem reichhaltigen Blick auf eine der faszinierendsten Städte Europas poetisch ausdrückt: Berlin ist eine Party auf einem Friedhof. Berlin, die Jugendhauptstadt Europas, wird auch von einer anhaltenden Schuld für die Gräueltaten heimgesucht, die von den NS-Offizieren während des Dritten Reichs angeordnet wurden.
Erbaut und wiederaufgebaut auf den Ruinen mehrerer Regime, beherbergt Berlin im 21. Jahrhundert eine außergewöhnliche Vielfalt von Flüchtlingen, Einwanderern und Ausländern. In einer umfassenden, aber prägnanten Geschichte erzählt Pearson die Geschichte Berlins über neun Jahrhunderte hinweg und zeichnet gleichzeitig ein Porträt der pulsierenden deutschen Hauptstadt von heute.
Pearson beschreibt den Aufstieg Berlins von einer kleinen, von Moor umgebenen Siedlung zu einem der wichtigsten wirtschaftlichen und politischen Zentren Europas. Berlin ist ein Palimpsest aus einer hochmodernen und dynamischen Kultur und einer bewegten Geschichte, die sich in Bombenfunden, Museen, Nachtclubs und sogar in einem See widerspiegelt, in dem angeblich ein menschenfressendes Ungeheuer haust.
Schließlich zeigt er, wie die Stadt von einer Reihe beunruhigender Elemente durchdrungen ist: Leere, Provinzialität, baufälliger industrieller Eklektizismus, reißerische und laszive gegenkulturelle Ausdrucksformen und eine ungeheure Geschichte der Gewalt - aber auch, dass es genau diese Dinge sind, die der Stadt ihre einzigartige Ladung verleihen. Indem er eine nachdenklich stimmende Frage nach der anderen stellt, geht Pearson durch die Kieze der Stadt und schält Schicht um Schicht der Geschichte ab, um ein Berlin zu enthüllen, das nur wenige von uns kennen.