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Touched Bodies: The Performative Turn in Latin American Art
Welche Rolle spielen Lust und Schmerz in der Politik der Kunst? In Touched Bodies nähert sich Mara Polgovsky Ezcurra dieser Frage, indem sie das Aufblühen von Live- und intermedialen Performances in Lateinamerika in Zeiten des Autoritarismus und ihre Bedeutung während des Übergangs zur Demokratie untersucht.
Auf der Grundlage von Originaldokumenten und innovativen Lektüren bringt ihr Buch Politik und Ethik in die Diskussion über die künstlerischen Entwicklungen während der "langen 1980er Jahre" ein. Sie beschreibt den Aufstieg der Performance-Kunst im Kontext von Feminismus, HIV-Aktivismus und Menschenrechtsbewegungen, wobei sie die Arbeiten von Diamela Eltit und Ra l Zurita aus Chile, Le n Ferrari und Liliana Maresca aus Argentinien sowie Marcos Kurtycz, dem Kunstkollektiv No Grupo und Proceso Pent gono aus Mexiko unter die Lupe nimmt.
Die vergleichende Untersuchung der Arbeiten dieser Künstler zeugt von einer performativen Wende in der lateinamerikanischen Kunst der 1980er Jahre, die, wie zuvor die Fotografie und der Film, das gesamte künstlerische Feld neu definierte und die Art und Weise, wie wir Kunst wahrnehmen und ihre Rolle in der Gesellschaft verstehen, veränderte.