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Funeral Culture: Aids, Work, and Cultural Change in an African Kingdom
Die Anthropologin Casey Golomski ist der Ansicht, dass die heutigen Formen des Lebens und Sterbens in Swasiland nicht losgelöst von der globalen HIV/AIDS-Pandemie verstanden werden können.
In der letzten absoluten Monarchie Afrikas ist die Geschichte von 15 Jahren globaler Zusammenarbeit bei der Behandlung und Intervention auch eine Geschichte von einfachen Menschen, die sich der Aufgabe stellen, Kranke und Sterbende zu pflegen und Tote zu bestatten. Golomskis Ethnografie zeigt, wie AIDS Fragen nach dem Wert des Lebens, der Kultur und der Materialität aufwirft und neue Formen und Praktiken für Bestattungen hervorbringt.
Viele dieser Formen und Praktiken - neu gestaltete Leichenschmäuse, ein erweiterter Markt für Lebensversicherungen und das erste Krematorium des Königreichs - sind heute in der Landschaft unübersehbar und stellen in einem sehr traditionalistischen Umfeld einen kulturellen Bruch dar. Dieser eindrucksvolle und originelle Bericht beschreibt, wie sich diese neuen Aspekte des Todes, des Sterbens und der Beerdigung im Alltag der Menschen verankert haben und zu einem Teil des Strebens nach Würde nach einer verheerenden Epidemie geworden sind.