Bewertung:

Matthew Gandys „Concrete and Clay“ bietet eine umfassende Geschichte der Umgestaltung der Natur in New York City und konzentriert sich dabei auf die Entwicklung des Wassersystems, die Olmstedsche Ideologie und den Aktivismus der Young Lords. Das Buch bietet eine alternative Perspektive auf die Stadtgeschichte und die Umweltgerechtigkeit, lässt aber möglicherweise einen breiteren Kontext für Bewegungen außerhalb von New York City vermissen.
Vorteile:⬤ Eingehende historische Einblicke
⬤ beleuchtet den Aktivismus der Young Lords
⬤ stellt gängige Vorstellungen von Urbanität in Frage
⬤ von Lesern gut aufgenommen und gelobt
⬤ ausgezeichneter Zustand von Käufern beschrieben.
Konzentriert sich in erster Linie auf New York City und vernachlässigt möglicherweise breiter angelegte Bewegungen in anderen Städten; eignet sich möglicherweise nicht für diejenigen, die eine allgemeinere Erforschung der Umweltgerechtigkeit über New York hinaus suchen.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Concrete and Clay: Reworking Nature in New York City
Ein interdisziplinärer Bericht über die Umweltgeschichte und die sich verändernde Landschaft von New York City. In dieser innovativen Darstellung der Verstädterung der Natur in New York City untersucht Matthew Gandy, wie die Rohstoffe der Natur neu bearbeitet wurden, um eine „Großstadtnatur“ zu schaffen, die sich von den Formen der Natur unterscheidet, die die frühen Siedler erlebten.
Das Buch zeichnet fünf weitreichende Entwicklungen nach: die Ausweitung und Neudefinition des öffentlichen Raums, den Bau landschaftlich gestalteter Autobahnen, die Schaffung eines modernen Wasserversorgungssystems, die radikale Umweltpolitik des Barrios in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren und die zeitgenössische Politik der Bewegung für Umweltgerechtigkeit. Auf der Grundlage von politischer Ökonomie, Umweltstudien, Sozialtheorie, Kulturtheorie und Architektur zeigt Gandy, wie die Umweltgeschichte New Yorks nicht nur mit den Landschaften im Hinterland verbunden ist, die sich über die politischen Grenzen der Stadt hinaus erstrecken, sondern auch mit weiter entfernten Orten, die das koloniale und imperiale Erbe der Nation widerspiegeln.
Ausgehend von der sich wandelnden Bedeutung der Natur im Zuge der Urbanisierung untersucht er, wie die moderne Natur durch miteinander verknüpfte Veränderungen entstanden ist, die von neuen Wassertechnologien bis hin zu wechselnden Moden in der Landschaftsgestaltung reichen. Dabei geht er auch auf die wirtschaftlichen und ideologischen Kräfte ein, die so unterschiedlichen Phänomenen wie der Lage von Parks und dem sozialen Stigma schmutziger Stadtviertel zugrunde liegen.