Bewertung:

Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über die Bruceploitation-Filme, analysiert ihre Geschichte und kategorisiert sie auf strukturierte Weise. Es bietet zwar wertvolle Einblicke und ist gut recherchiert, aber viele Leser äußern sich unzufrieden über das Fehlen von Bildern und die Qualität der Texte.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und informativ
⬤ gründliche Untersuchung der Bruceploitation-Filme
⬤ einzigartiger genretheoretischer Ansatz
⬤ gute Kategorisierung der Filme
⬤ enthält einen Index und Querverweise.
⬤ Fehlt eine ausreichende Anzahl von Bildern, wie z.B. Filmplakate und Schauspielerfotos
⬤ einige Leser finden den Text nicht gut ausgeführt
⬤ kein Führer von A bis Z, was einige Leser enttäuschen könnte.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Re-Enter the Dragon: Genre Theory, Brucesploitation and the Sleazy Joys of Lowbrow Cinema
Dies ist die erste eingehende Untersuchung von Filmen, die sich auf die mit Bruce Lee assoziierten Tropen stützen und diesen Schauspieler manchmal in einen mythischen Übermenschen verwandeln.
Die Periode mit der größten Ansammlung von Brucesploitaton-Produktionen dauerte weniger als ein Jahrzehnt von Mitte der siebziger bis Anfang der achtziger Jahre, aber das Genre hat sich bis ins einundzwanzigste Jahrhundert gehalten; und obwohl es als Kategorie vor Bruce Lees Tod nicht existierte, gibt es mehrere Filme, die vor dem Ableben des Kleinen Drachen entstanden sind und eindeutig dazu gehören. Der Tod von Bruce Lee verlieh seiner Berühmtheit zwar eine weitere Dimension, doch war er in Südostasien bereits vor seinem Tod ein großer Star. Zynische Filmproduzenten brauchten also nicht auf seinen Tod zu warten, um das Interesse der Bevölkerung an Lee auszunutzen - auch wenn der Begriff Brucesploitation noch nicht geprägt worden war.
Innerhalb der Brucesploitation bilden Schauspieler, die Bruce Lee kopieren und klonen, einen Teil des Subgenres, aber ihre Bedeutung kann und wurde überbewertet. Ein Großteil der Literatur über Brucesploitation stammt von Fans und aus dem Internet, und viele derjenigen, die diesen Diskurs führen, versuchen kaum zu erklären, warum sie darauf bestehen, dass bestimmte Filme zu diesem Genre gehören. Zu viele Fans schreiben so, als sei das Genre etwas Natürliches, anstatt es zu schaffen und zu formen, sowohl durch bloße Behauptungen als auch durch kritische Diskussionen und Überlegungen. Allzu oft wird jeder Martial-Arts-Film mit bestimmten Schauspielern und Themen oder mit Bruce im Titel als Brucesploitation akzeptiert, ohne dass eine Debatte darüber stattfindet.
In diesem Buch wird das Genre systematisch erforscht und kontrovers diskutiert, welche Filme wirklich dazugehören sollten.