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Disturbing Divine Behavior von Eric Seibert untersucht die oft beunruhigenden Darstellungen Gottes im Alten Testament, insbesondere diejenigen, die ihn als gewalttätig oder ungerecht darstellen. Seibert versucht, diese Bilder mit dem barmherzigen Gott, der im Neuen Testament dargestellt wird, durch einen christozentrischen Ansatz in Einklang zu bringen. Während einige Leser den Mut und die Gründlichkeit von Seiberts Forschungsarbeit schätzen, finden andere Mängel in seinen Interpretationen und Schlussfolgerungen.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und ansprechend geschrieben.
⬤ Ermutigt die Leser, sich mit schwierigen Fragen über das Wesen Gottes auseinanderzusetzen.
⬤ Bietet eine christozentrische Hermeneutik zum Verständnis alttestamentlicher Texte.
⬤ Überprüft problematische biblische Passagen mit Bedacht.
⬤ Zugänglich für ein breites Publikum, mit Zusammenfassungen am Ende der Kapitel.
⬤ Eröffnet wichtige Diskussionen über Theologie und das Wesen Gottes.
⬤ Einige Leser finden Seiberts Schlussfolgerungen zu liberal oder lehnen traditionelle Ansichten ab.
⬤ Es wird kritisiert, dass komplexe theologische Themen möglicherweise zu sehr vereinfacht werden.
⬤ Mehrere Rezensionen zeigen Unzufriedenheit mit seiner spekulativen Art in Bezug auf alttestamentliche Erzählungen.
⬤ Einige sind der Meinung, dass er keine befriedigenden Lösungen für die von ihm dargestellten theologischen Dilemmata bietet.
⬤ Vorwürfe, er stelle das traditionelle christliche Verständnis der Schrift und Gottes falsch dar.
(basierend auf 20 Leserbewertungen)
Disturbing Divine Behavior: Troubling Old Testament Images of God
Wie sollten wir biblische Texte verstehen, in denen Gott als irrational, gewalttätig oder zerstörerisch handelnd dargestellt wird? Wenn wir uns von beunruhigenden Darstellungen Gottes distanzieren, wie sollen wir dann die Autorität der Schrift verstehen? Wie verhält sich der oft zornige Gott, der im Alten Testament dargestellt wird, zu dem Gott der Liebe, der im Neuen Testament verkündet wird? Ist dieser Gegensatz überhaupt zutreffend? Disturbing Divine Behavior befasst sich mit diesen Fragen, die den Bibelwissenschaftler immer wieder beschäftigen.
Eric A. Seibert plädiert für eine engagierte und differenzierte Lektüre des Alten Testaments, die die besonderen literarischen und theologischen Ziele, die durch erzählerische Charakterisierungen Gottes erreicht werden, von dem reichen Verständnis des Göttlichen unterscheidet, auf das das Alte Testament als Ganzes hinweist.
Mit seinen erhellenden Überlegungen zur theologischen Lektüre ist dieses Buch ein willkommenes Hilfsmittel für alle Leser, die sich über störende Darstellungen Gottes in der Bibel Gedanken machen.