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Movements & Moments
Eine ehrgeizige feministische Anthologie, die die Rebellionen der indigenen Völker in aller Welt beschreibt
Im Bolivien der 1930er Jahre gründen selbsternannte anarchistische Cholas eine libertäre Gewerkschaft. Im nördlichen Hochland von Vietnam führen die Lieder der Jugend eines Mädchens zu einem Leben als Aktivistin. Auf den Philippinen bahnen sich ältere Frauen aus Kalinga einen Weg, wenn sie zum spontanen Protest gedrängt werden. Ebenso eindrucksvolle Berichte aus Brasilien, Chile, Ecuador, Indien, Nepal, Peru und Thailand weben einen Teppich aus Trauma und Triumph und werfen Licht auf nicht allzu weit zurückliegende Geschichten, die sonst übersehen werden.
Indigene Völker auf der ganzen Welt mussten sich schon immer gegen den Kolonialismus behaupten. Auch wenn sich die Details unterscheiden mögen, so haben diese Geschichten doch eines gemeinsam: ihr Engagement für den Widerstand in einer Welt, die den Profit über den Respekt und die westlichen Vorstellungen von Fortschritt über ihre eigenen stellt. Movements and Moments gibt einen ersten Einblick in die Geschichten, die indigene Völker in ihren eigenen Worten erzählen. Von Südostasien bis Südamerika müssen sich lebendige Gemeinschaften mit kolonialen Realitäten auseinandersetzen, um das Eigentum an ihrem Land und ihren Traditionen zu behaupten.
Dieses Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Indonesien in Jakarta durchgeführt. Diese Geschichten wurden aus einem offenen Aufruf in 42 Ländern ausgewählt, um feministische Bewegungen und Interessenvertretungen im globalen Süden in den Mittelpunkt zu stellen.