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Beyond the Meme, 22: Development and Structure in Cultural Evolution
Interdisziplinäre Perspektiven zur kulturellen Evolution, die die Mem-Theorie zugunsten eines komplexen Verständnisses des dynamischen Wandels im Laufe der Zeit ablehnen
Wie verändern sich Kulturen? In den letzten Jahrzehnten stand das Konzept des Mems, das als Grundeinheit der Kultur in Analogie zum Gen postuliert wird, im Mittelpunkt der Debatten über den kulturellen Wandel. Trotz der Attraktivität der Mem-Theorie werfen ihre Vereinfachung komplexer Interaktionen und andere Unzulänglichkeiten als Erklärungsrahmen mehr Fragen zur kulturellen Evolution auf, als sie beantworten.
In Beyond the Meme stellen William C. Wimsatt und Alan C. Love interdisziplinäre Perspektiven auf die kulturelle Evolution zusammen und vermitteln ein differenziertes Verständnis von ihr als einem Prozess, in dem dynamische Strukturen auf verschiedenen Größen- und Zeitskalen interagieren. Durch die Fokussierung auf die gesamte Bandbreite evolutionärer Prozesse in unterschiedlichen Kontexten, vom Reisanbau bis zum wissenschaftlichen Denken, zeigt dieser Band, wie ein umfassendes Verständnis des kulturellen Wandels aus verschiedenen disziplinären Blickwinkeln entsteht, die alle erforderlich sind, um die kulturelle Evolution in ihrer ganzen Komplexität zu verstehen. Die Herausgeber liefern einen ausführlichen einleitenden Essay zur Kontextualisierung des Bandes, und Wimsatt steuert ein eigenes Kapitel bei, das die konzeptionelle Geografie kultureller Prozesse und Phänomene systematisch organisiert.
Eine angemessene Darstellung der Übertragung, Ausarbeitung und Entwicklung von Kultur muss, so argumentiert dieser Band, die zentrale Rolle anerkennen, die die kognitive und soziale Entwicklung im kulturellen Wandel spielt, sowie das komplexe Zusammenspiel von technologischen, organisatorischen und institutionellen Strukturen, die zur Ermöglichung und Koordinierung dieser Prozesse erforderlich sind.
Mitwirkende: Marshall Abrams, U of Alabama at Birmingham; Claes Andersson, Chalmers U of Technology; Mark A. Bedau, Reed College; James A. Evans, U of Chicago; Jacob G. Foster, U of California, Los Angeles; Michel Janssen, U of Minnesota; Sabina Leonelli, U of Exeter; Massimo Maiocchi, U of Chicago; Joseph D. Martin, U of Cambridge; Salikoko S. Mufwene, U of Chicago; Nancy J. Nersessian, Georgia Institute of Technology und Harvard U; Paul E. Smaldino, U of California, Merced; Anton T rnberg, U of Gothenburg; Petter T rnberg, U of Amsterdam; Gilbert B. Tostevin, U of Minnesota.