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Picture Freedom: Remaking Black Visuality in the Early Nineteenth Century
In den Jahrzehnten vor dem Ende der Sklaverei in den USA ließen sich viele freie Schwarze in feinen Kleidern auf Daguerreotypien ablichten, um ihre Selbstbehauptung zu dokumentieren. Die auf diesen frühen Fotografien abgebildeten Menschen nutzten die Porträtmalerei, um die Kontrolle über die Darstellung des freien schwarzen Körpers zu erlangen und sich eine von der kulturellen Logik der Sklaverei losgelöste schwarze Visualität vorzustellen.
In Picture Freedom analysiert Jasmine Nichole Cobb die Art und Weise, wie die Verbreitung verschiedener Bilder freie Schwarze und freie Weiße auf die Emanzipation ehemals unfreier Menschen afrikanischer Abstammung vorbereitete. Sie zeichnet die Entstehung der schwarzen Freiheit sowohl als Idee als auch als Bild im frühen neunzehnten Jahrhundert nach.
Durch eine Analyse der Populärkultur dieser Zeit - darunter Amateurporträts, rassistische Karikaturen, Witzbücher, Antisklaverei-Zeitungen, Abolitionisten-Materialien, Ausreißer-Werbung, Frauenzeitschriften und Sammelalben sowie malerische Tapeten - erforscht Cobb die frühesten Illustrationen freier Schwarzer und zeigt den komplizierten Weg durch die visuelle Kultur hin zu einer Vision afroamerikanischer Staatsbürgerschaft. Picture Freedom zeigt auf, wie diese Darstellungen zum öffentlichen Verständnis von Nationalität beitrugen, und zwar sowohl für die einheimischen Augen als auch für die größere atlantische Welt.