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Forging Ties, Forging Passports: Migration and the Modern Sephardi Diaspora
Forging Ties, Forging Passports ist eine Geschichte der Migration und Nationenbildung aus der Sicht derer, die zwischen den Staaten lebten.
Devi Mays zeichnet die Geschichte der osmanischen sephardischen Juden nach, die im späten 19. und frühen 20.
Jahrhundert nach Amerika - und insbesondere nach Mexiko - auswanderten, sowie die komplexen Beziehungen, die sie im Zuge ihrer Migration und Ansiedlung in ihrer neuen Heimat zu rechtlichen Dokumenten unterhielten. Mays betrachtet die sich wandelnden Vorstellungen von Zugehörigkeit, Nationalität und Staatsbürgerschaft anhand der Geschichten einzelner Frauen, Männer und Familien, die diese Übergänge in ihrem Alltag und durch die von ihnen mitgeführten Papiere meisterten. Nach dem Ersten Weltkrieg und der mexikanischen Revolution überquerten Migranten beim Überschreiten von Grenzen und beim Überschreiten von Grenzen neue Schichten von Bürokratie und Autorität inmitten sich verändernder politischer Regime.
Osmanische sephardische Migranten in Mexiko widersetzten sich durch ihre Verbindungen zur sephardischen Diaspora in ehemals osmanischen Ländern, in Frankreich, Kuba und den Vereinigten Staaten einer eindeutigen Klassifizierung als osmanische Auswanderer oder Mexikaner. Durch die Nutzung kommerzieller und familiärer Netzwerke bewahrten diese sephardischen Migranten eine geografische und soziale Mobilität, die die physischen Grenzen des Staates und die konzeptionellen Grenzen der Nation in Frage stellte.