Bewertung:

Gwen D'Arcangelis' Buch „Bio-Imperialismus“ befasst sich mit den Überschneidungen von Ethnie, Geschlecht und Politik, insbesondere mit der Analyse von Strömungen im Bioterrorismus und der Rolle sozialer Narrative im Zusammenhang mit marginalisierten Gruppen. Es liefert aufschlussreiche Kommentare zu den rassistischen und geschlechtsspezifischen Dimensionen bioimperialer Praktiken und bietet eine gut recherchierte Perspektive auf den historischen Kontext dieser Themen, die angesichts der jüngsten globalen Ereignisse besonders relevant sind.
Vorteile:Das Buch wird gelobt für seine gründliche Recherche, seine zugängliche und doch nuancierte Schreibweise und seine Fähigkeit, sowohl Neulinge als auch Experten der feministischen Wissenschaftsforschung anzusprechen. Das Buch wird dafür gelobt, dass es komplexe Themen in verdaulichen Formaten aufbereitet, einen wichtigen Beitrag zu Diskussionen über Ethnie, Geschlecht und Bioterrorismus leistet und gleichzeitig wertvolle Erkenntnisse für den MINT- und feministischen Unterricht bietet.
Nachteile:In den Rezensionen werden keine nennenswerten Nachteile genannt; ein Rezensent merkt jedoch an, dass er das Buch noch liest und dass es möglicherweise Aspekte gibt, die noch nicht vollständig erforscht oder kritisiert wurden.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Bio-Imperialism: Disease, Terror, and the Construction of National Fragility
Bio-Imperialismus konzentriert sich auf eine wenig untersuchte Dimension des Krieges gegen den Terror: den Kampf gegen den Bioterrorismus.
Diese Komponente des Krieges nutzte die Biowissenschaften und das öffentliche Gesundheitswesen, um die US-Bioabwehrindustrie und die globale Seuchenbekämpfung aufzubauen. Das Buch argumentiert, dass die imperialen Ambitionen der USA diese Schwerpunktverlagerung vorantrieben, unterstützt durch geschlechtsspezifische und rassifizierte Diskurse über Terrorismus, Krankheit und Wissenschaft.
Diese Narrative trugen zur Rationalisierung der amerikanischen Forschungsexpansion auf dem Gebiet der gefährlichen Keime und Biowaffen im Namen der Bioverteidigung bei und untermauerten die Argumente der USA für eine verstärkte Einmischung in die Entscheidungen der Länder des Globalen Südens zur Krankheitsbekämpfung. Bio-Imperialismus ist ein ernüchternder Blick darauf, wie der Krieg gegen den Terror die Welt in einer Weise beeinflusst hat, mit der wir gerade erst beginnen, uns auseinander zu setzen.