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Biosecurity Dilemmas: Dreaded Diseases, Ethical Responses, and the Health of Nations
Biosecurity Dilemmas untersucht die widersprüchlichen Werte und Interessen in der Praxis der „Biosecurity“, dem Schutz der Bevölkerung vor ansteckenden Krankheiten durch Sicherheitsmaßnahmen.
Biosicherheit umfasst sowohl das natürliche Auftreten von tödlichen Krankheitsausbrüchen als auch die absichtliche oder versehentliche Freisetzung biologischer Waffen. Enemark konzentriert sich auf sechs gefürchtete Krankheiten, die von Regierungen und internationalen Organisationen mit hoher Priorität erforscht, reguliert, überwacht und schnell bekämpft werden: pandemische Grippe, arzneimittelresistente Tuberkulose, Pocken, Ebola-Virus, Beulenpest und Milzbrand.
Das Buch gliedert sich in vier ethische Dilemmata, die entstehen, wenn diese Krankheiten aus Angst in Bezug auf die nationale oder internationale Sicherheit betrachtet werden: schützen oder verbreiten, sichern oder unterdrücken, Abhilfe schaffen oder übertreiben und Aufmerksamkeit oder Vernachlässigung. Wird beispielsweise die Forschung zur Abwehr eines seltenen Ereignisses wie eines bioterroristischen Angriffs vorrangig behandelt, so dass Mittel von der Erforschung häufig auftretender Krankheiten abgezogen werden? Oder wird die Sicherung einer bestimmten Krankheit den Forschungsfortschritt aufgrund von Maßnahmen zur Sicherheitsklassifizierung tatsächlich behindern? Enemark liefert eine umfassende Analyse der Ethik der Sicherung von Krankheiten und untersucht Ideen und politische Empfehlungen zur biologischen Waffenkontrolle, zur globalen Gesundheitssicherheit und zur Ethik des öffentlichen Gesundheitswesens.