Bewertung:

Das Buch „Bipolar General“ von Generalmajor a.D. Gregg Martin befasst sich mit seinem persönlichen Kampf gegen die bipolare Störung unter dem hohen Druck der militärischen Führung. Es verbindet offene Erinnerungen mit einer hoffnungsvollen Botschaft, in der es um Widerstandsfähigkeit, Unterstützungssysteme und die Notwendigkeit geht, die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen zu überwinden. Die Erzählung beleuchtet seinen Weg vom Erfolg zum Umgang mit psychischen Herausforderungen und dient als Ressource für Veteranen und Zivilisten, die sich mit solchen Problemen auseinandersetzen.
Vorteile:⬤ Ehrliche und offene Darstellung der bipolaren Störung und ihrer Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und die Führungsrolle.
⬤ Bietet Einblicke in Resilienz, Genesung und die Bedeutung der Unterstützung durch Familie und Freunde.
⬤ Fesselt die Leser mit einer fesselnden persönlichen Geschichte, die den Mut unterstreicht, Hilfe zu suchen.
⬤ Klärt über die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen auf, insbesondere im militärischen Kontext, und fördert so das Bewusstsein und Verständnis.
⬤ Bietet wertvolle Lektionen, die sowohl für Militärangehörige als auch für Zivilisten gelten.
⬤ Einige Leser könnten den emotionalen Inhalt als schwer und entmutigend empfinden, insbesondere im Hinblick auf die Kämpfe, mit denen sie konfrontiert sind.
⬤ Der spezifische Fokus auf militärische Erfahrungen kann die Nachvollziehbarkeit für Personen außerhalb der Militärgemeinschaft einschränken.
⬤ Die freimütige Schilderung psychischer Probleme könnte bei einigen Lesern, die eine solche Transparenz nicht gewohnt sind, Unbehagen auslösen.
(basierend auf 176 Leserbewertungen)
Bipolar General: My Forever War with Mental Illness
Generalmajor Gregg Martin machte in der Armee eine gute Figur: sportlich, schlagfertig, fromm und fleißig, war er eine natürliche Führungspersönlichkeit. Dank seines technischen Know-hows und seiner Führungsqualitäten wurde Martin ausgewählt, um die Tausenden von Kampfingenieuren zu leiten, die den Weg für 100.000 Armeesoldaten ebneten, die sich 2003 ihren Weg nach Bagdad bahnten.
Es war erstaunlich, Martin dabei zuzusehen, wie er diese Bemühungen anführte, sein Geist war hoch konzentriert und sein Körper vibrierte vor Energie. Er traf schnelle Entscheidungen und konnte Probleme oft vorhersehen und lösen, bevor Befehle erteilt wurden. Erst Jahre später erfuhr er, wie der Druck, jeden Tag Dutzende von gleichzeitigen Einsätzen auf Leben und Tod zu organisieren, die Biochemie seines Gehirns veränderte.
Seit seiner Jugend hatte er das, was Psychiater eine "hyperthymische Persönlichkeit" nennen - eine außergewöhnlich positive, energiegeladene und zupackende Veranlagung. Doch der Irak-Krieg löste das aus, was die Psychiater des Militärs und der Veteranenbehörde schließlich als bipolare Störung im Spätstadium diagnostizierten, ein chemisches Ungleichgewicht, das die Betroffenen zwischen grandiosen Fantasien und selbstmörderischen Depressionen hin und her schwanken lässt.
Sein zunehmend erratisches Verhalten führte zu seinem erzwungenen Rücktritt als Präsident der National Defense University und beendete seine militärische Karriere. Bipolar General bietet einen offenen Bericht über Martins persönliche Reise mit einer nicht diagnostizierten Geisteskrankheit, während er in der US-Armee aufstieg. Der Autor berichtet aus erster Hand über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten der bipolaren Störung, die von starken Medikamenten bis zur Elektrokrampftherapie reichen.
Er erörtert, warum seine Erkrankung so lange unerkannt blieb, und geht der Frage nach, was innerhalb und außerhalb der Streitkräfte getan werden kann, um psychische Erkrankungen zu diagnostizieren und zu behandeln. Bipolar General sollte für Menschen mit psychischen Erkrankungen und für die sie umgebenden Familien, Freunde und Betreuer von großem Wert sein.