Bewertung:

Das Buch bietet einen interessanten und detaillierten Bericht über die Erfahrungen Birminghams während des Zweiten Weltkriegs, angereichert mit Erzählungen aus erster Hand. Es leidet jedoch unter zahlreichen Korrekturfehlern und dem Fehlen umfassender bibliografischer Hinweise für weitere Recherchen.
Vorteile:⬤ Interessanter Inhalt, insbesondere für diejenigen, die mit Birmingham vertraut sind
⬤ enthält wertvolle Berichte aus erster Hand
⬤ leicht zu lesender Stil
⬤ gut recherchierte Sozialgeschichte.
⬤ Schlechtes Korrektorat mit zahlreichen Fehlern
⬤ es fehlt eine umfassende Bibliographie für weitere Recherchen
⬤ einige wichtige Themen und Erzählungen fehlen oder werden nur am Rande behandelt.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Birmingham at War 1939-45
Kaum 17 Jahre nach dem Großen Krieg, der Großbritannien in die Knie gezwungen hatte, wurde das Land erneut aufgefordert, Opfer zu bringen und alles für die Kriegsanstrengungen zu geben. Mit seinem starken industriellen Hintergrund war Birmingham bereits auf die Herstellung von kriegstauglichen Fahrzeugen vorbereitet, und angesichts der Bedrohung durch die deutsche Luftwaffe war es nur recht und billig, dass die Produktion von Flugzeugen, vor allem der Spitfire, zum Schutz der britischen Bevölkerung hochgefahren wurde.
Während viele Männer und Frauen der Stadt in den Streitkräften im Ausland eingesetzt wurden, blieben viele andere zurück, um die Stadt zu verteidigen. Die Einwohner riskierten ihr Leben, indem sie sich mit Feuerwehrschläuchen und Erste-Hilfe-Kästen versorgten, Flugabwehrgeschütze bemannten und Sperrballons aufstellten, um andere vor der verheerenden Zerstörung des Blitzes zu retten. In der Zwischenzeit wurden die Kinder der Stadt von ihren Familien getrennt, um dem Schlimmsten der Bombardierung zu entgehen, und kehrten verändert von ihren Abenteuern zurück: Nicht alle Familien, die Evakuierte aufnahmen, waren so freundlich oder so aufnahmebereit für ihre Schützlinge, wie es den Anschein hatte.
Doch nicht jeder war so patriotisch und wollte seinen Beitrag leisten, und es gab viele Gelegenheiten, die Rationen mit Schwarzmarktwaren zu ergaunern. Nicht einmal die von der Regierung ausgegebene Ausrüstung war tabu, wie eine Bande von Sandsackdieben in Birmingham bewies.
Für Birmingham war der Zweite Weltkrieg eine Zeit großer Entbehrungen und Opfer, und die harte Arbeit setzte sich noch viele Jahre danach fort, als die Menschen mühsam Teile der bombenzerstörten Stadt wieder aufbauten.