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To the Last Man: The Home Guard in War & Popular Culture
Die Home Guard wurde 1940 gegründet, um eine kompromisslose und im Grunde selbstmörderische Kampagne zu führen, die den regulären Streitkräften nach einer deutschen Invasion ein paar Stunden Zeit verschaffen sollte, sich neu zu formieren. Die Fernsehserie Dad's Army hat jedoch zu einer schwerwiegenden Verzerrung der Wahrnehmung der Home Guard geführt, und wie Malcolm Atkin in diesem zum Nachdenken anregenden und sorgfältig recherchierten Buch aufzeigt, wurde ihr Bild von Anfang an manipuliert.
Anhand von offiziellen Dokumenten, zeitgenössischen Geschichten, Erzählungen, Kunstwerken und Gedichten, die er mit Filmen und Historien aus der Nachkriegszeit vergleicht, nimmt er eine einzigartige Perspektive ein. Er untersucht, wie der Mythos der Home Guard entstand und von der offiziellen Propaganda sowie den Medien der Kriegs- und Nachkriegszeit ausgenutzt wurde. Er zeigt auch, wie der ausgeprägte Sinn für Galgenhumor unter den Freiwilligen - der sich in die lange Tradition des selbstironischen Humors in der britischen Armee einfügt - aus dem Zusammenhang gerissen und zur Grundlage der Fernsehserie gemacht wurde.
To the Last Man räumt mit den Mythen auf und analysiert forensisch, wie sich die moderne Wahrnehmung entwickelt hat. Das Ergebnis ist eine neue, düstere, manchmal schockierende Einschätzung der Rolle, die der Home Guard im Zweiten Weltkrieg zugedacht war.