Black Queer Flesh: Die Ablehnung der Subjektivität im afroamerikanischen Roman

Black Queer Flesh: Die Ablehnung der Subjektivität im afroamerikanischen Roman (J. Henry Alvin)

Originaltitel:

Black Queer Flesh: Rejecting Subjectivity in the African American Novel

Inhalt des Buches:

Eine bahnbrechende Untersuchung darüber, wie afroamerikanische Schriftsteller des zwanzigsten Jahrhunderts queere Charaktere benutzen, um Subjektivität herauszufordern und schließlich abzulehnen

Black Queer Flesh interpretiert die wichtigsten afroamerikanischen Romane von der Harlem Renaissance über die Schwarze Moderne bis hin zur Gegenwartsliteratur neu und zeigt, wie die Autoren ein neues Modell des schwarzen queeren Selbstseins erdacht haben. Die afroamerikanischen Autoren machen das Subjektivitätsmodell des liberalen Humanismus für das doppelte Bewusstsein verantwortlich und stellen fest, dass der liberale Humanismus, der die individuelle Autonomie und Handlungsfähigkeit feiert, ein Mittel ist, um das Leben von schwarzen Queers zu disziplinieren. Diese Autoren lehnen daher die Subjektivität ab und suchen nach einer neuen Form des Selbst, die Alvin J. Henry "black queer flesh" nennt - ein Modell des Selbstseins, das kollektiv, plural, fluktuierend und tief mit der schwarzen queeren Vergangenheit verbunden ist.

Henry beginnt mit Autoren des frühen zwanzigsten Jahrhunderts wie Jessie Redmon Fauset und James Weldon Johnson. Jahrhunderts wie Jessie Redmon Fauset und James Weldon Johnson. Diese Autoren adaptierten den Bildungsroman, den Roman der Selbstbildung, um zu zeigen, wie Afroamerikaner Freiheit und Handlungsfähigkeit erlangen, indem sie zu liberalen, autonomen Subjekten werden. Diese Autoren entdeckten jedoch, dass das Versprechen liberaler Autonomie, das der Bildungsroman gab, ein weiteres Instrument des antischwarzen Rassismus war. Infolgedessen versuchten sie, den Bildungsroman neu zu gestalten, um die Subjektivität und das damit verbundene doppelte Bewusstsein abzulegen. Im Gegensatz dazu war Nella Larsen, wie Henry zeigt, die erste Autorin, die Subjektivität vollständig ablehnte. In Quicksand and Passing erfand Larsen ein neues Genre, in dem ihre queeren Charaktere - Charaktere, deren Queerness sie bereits am Rande der Subjektivität positionierte - der Subjektivität gänzlich entfliehen. Anhand von Ralph Ellisons archivierten Entwürfen liest Henry den Unsichtbaren Mann neu und zeigt, dass der Protagonist als queere, behinderte Figur von den vielen anderen queeren, behinderten Figuren des Romans gelehrt wird, ebenfalls ein Selbst jenseits der Subjektivität zu suchen. Obwohl Larsen und Ellison flüchtige Einblicke in dieses Selbst jenseits der Subjektivität skizzieren, zeigt nur Saidiya Hartmans Wayward Lives, Beautiful Experiments eine Protagonistin, die voll und ganz schwarzes, queeres Fleisch bewohnt - eine neue Form des Selbst, die kollektiv, plural, immer in der Entwicklung begriffen und nicht mehr von der schwarzen Vergangenheit entfremdet ist.

Black Queer Flesh ist ein origineller und notwendiger Beitrag zur schwarzen Literaturwissenschaft, der neue Wege zum Verständnis und zur Wertschätzung der kanonischen Texte und weit darüber hinaus bietet.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781517910068
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2021
Seitenzahl:264

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