Bewertung:

Das Buch bietet eine eingehende Untersuchung der Blitzkriegsführung und konzentriert sich dabei insbesondere auf die deutschen Militärstrategien und die Rolle der einzelnen Soldaten im Zweiten Weltkrieg. Es hebt die Bedeutung von Taktiken der unteren Ebenen, persönliche Berichte und die Herausforderungen und Missverständnisse im Zusammenhang mit dem Blitzkrieg hervor. Einige Leser waren jedoch der Meinung, dass das Buch wenig neue Erkenntnisse bietet und detaillierte Statistiken vermissen lässt.
Vorteile:** Sehr informativ und gut recherchiert, mit einem Schwerpunkt auf weniger bekannten Kampagnen. ** Enthält persönliche Berichte von Soldaten, die dem Buch Tiefe und eine menschliche Perspektive verleihen. ** Untersucht die Bedeutung der Initiative auf den unteren Kommandoebenen des deutschen Militärs. ** Fesselnder Schreibstil, der das Buch zu einer interessanten Lektüre macht. ** Gute Diskussion der Kommandostrukturen und ihrer Auswirkungen auf die Taktik.
Nachteile:** Einige Rezensenten sind der Meinung, dass die These nicht neu ist und bestehende Ideen wiederholt. ** Es fehlt an detaillierten Statistiken und spezifischen Schlachtenbeschreibungen. ** Die Prosa ist vielleicht nicht für alle Leser elegant oder fesselnd. ** Begrenzte Diskussion über die Taktik anderer Armeen, die sich hauptsächlich auf die deutsche Perspektive konzentriert. ** Einige Aspekte können als Wiederholung bereits bekannter historischer Fakten angesehen werden.
(basierend auf 27 Leserbewertungen)
Blitzkrieg: From the Ground Up
Eine Untersuchung der deutschen Blitzkriegsoperationen von Polen bis zur Operation Barbarossa, wie sie von jungen Kommandeuren und Soldaten erlebt wurden, und die Frage, warum sie so erfolgreich waren.
Die Erfolge des deutschen Blitzkriegs in den Jahren 1939-41 waren ebenso überraschend wie rasant. Die alliierten Entscheidungsträger wollten das Geheimnis des deutschen Erfolgs schnell lüften, obwohl sie nur über unvollständige Informationen verfügten. Die daraus gezogenen falschen Schlüsse wurden zu Mythen über den Blitzkrieg, die sich seit Jahrzehnten hartnäckig halten.
Es wurde argumentiert, dass die deutschen Siege in der ersten Hälfte des Krieges weniger auf neu entwickelten Panzern und Flugzeugen als vielmehr auf deutschen Militärtraditionen beruhten: Anstatt eine neue Art des Krieges auf der Grundlage neuer Technologien zu schaffen, fügten die Deutschen die neuen Waffen in ihre bestehenden Vorstellungen von Kriegsführung ein. Diese Doktrinen konzentrierten sich auf unabhängiges Handeln, Initiative, Flexibilität, dezentralisierte Entscheidungsfindung und Mobilität. Das Verhalten der deutschen Soldaten, insbesondere der unteren Ränge, auf dem Schlachtfeld stand im Mittelpunkt des Konzepts, und die deutschen Siege beruhten auf der Qualität der kleinen Kampfeinheiten.
Dieses Buch konzentriert sich auf die Erfahrungen der Soldaten und Unteroffiziere bei den Blitzkrieg-Operationen in Polen, Norwegen, Westeuropa und Russland. Anhand von Berichten, die bisher noch nicht in englischer Sprache veröffentlicht wurden, untersucht der Militärhistoriker Niklas Zetterling, wie sie operierten, z. B. wie ein Kompaniechef seine Panzer führte, wie eine Besatzung in einem Panzer zusammenarbeitete und welche Rolle die Reparaturdienste spielten. Der Autor fügt diese Erzählungen in eine breitere Perspektive ein, um dem Leser ein besseres Verständnis dafür zu vermitteln, warum die Deutschen 1939-41 so erfolgreich waren.